Zur Entwicklung im Bereich der kirchengemeindlichen Gebäude Juni 2017

Es ist soweit. Am 25.06 werden wir zum ersten Mal Gottesdienst in den neugestalteten Räumlichkeiten der Kirche halten. Daran schließen sich unsre jährlichen „Abende der Begegnung“ an, in diesem Jahr zum Thema: „Allein“. Pfr. Dr. Stefan Felber, der schon am 25.06 die Predigt im Gottesdienst hält, bringt uns die „Soli Luthers“ nahe: Thesen, die deutlich machen, dass wir allein aus Glauben (ewig)leben, allein die Bibel unser Maßstab ist, Jesus allein uns rettet, Gottes Gnade allein uns rettet.

Um die Räumlichkeiten offiziell einzuweihen, veranstalten wir am 3. September ein Gemeindefest. Um 10.15 Uhr starten wir dann mit dem Gottesdienst.

Zur Entwicklung im Bereich der kirchengemeindlichen Gebäude Februar 2017

Der Niedersfelder Chor „St. Agatha“ umrahmte den vorerst letzten Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Winterberg am Sonntag musikalisch.

Winterberg. Mit einem sehr musikalischen Gottesdienst verabschiedete sich die Evangelische Kirche in Winterberg am Sonntag in die Umbauzeit. Bereits zum elften Mal war der Chor „St. Agatha“ aus Niedersfeld zu Gast. Der Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Norbert Spratte wurden am E-Piano von Dagmar Padberg begleitet, die Orgel im Gottesdienst spielte Christian Blaufuß. Der Chor war diesmal ein wenig früher im Jahr als sonst üblich zu Gast, denn gleich nach dem Gottesdienst wurde das protestantische Gotteshaus ausgeräumt.

Ein knappes halbes Jahr muss die Gemeinde nach den jetzigen Planungen auf diesen Kirchenraum verzichten. Es wird umgebaut, um die Gegebenheiten den Möglichkeiten und Bedürfnissen einer kleiner werdenden Gemeinde mit einem geringer werdenden Kirchensteuer-Aufkommen anzupassen und multifunktionale, zukunftsfähige Gemeinderäume zu schaffen.

Aktuelle und frühere Presbyteriums-Mitglieder halfen genauso wie Gemeindeglieder beim Ausräumen der Evangelischen Kirche Winterberg, die jetzt etwa ein halbes Jahr lang umgebaut wird.

Gemeindeglieder genau wie aktuelle und frühere Presbyterinnen und Presbyter packten am Sonntag mit an. Tausend Dinge mussten bedacht, nochmal so viele Sachen gemacht werden. Es begann mit dem Herabreichen der Stühle von der Empore über das Hinaustragen der Gesangbücher und endete noch lange nicht mit dem Abtransport der Grünpflanzen aus dem Altarraum, dem Einrollen der Sitzkissen auf den Kirchenbänken und dem sorgfältigen Verpacken der Orgel. Aber die Arbeit ging leicht und gut von der Hand, auch weil so viele Hände halfen. Angespornt wurden die fleißigen Helfer durch den leckeren Suppenduft, der in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen durchs Gebäude wehte. Denn zur Arbeit gehörte auch die gemeinsame Pause bei einem leckeren Mittagessen.

Alle Gottesdienste der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg finden wegen des Umbaus von nun an in der Evangelischen Kirche Langewiese statt, die etwas doppeldeutige Postanschrift lautet: Bundesstraße 35. Zunächst einmal ist der Gottesdienst-Beginn jeden Sonntag für 10 Uhr geplant. Die Situation wird genau beobachtet, unter anderem die derzeitigen Winterverhältnisse und das damit verbundene hohe Verkehrsaufkommen sind dabei genau im Blick.

Interessierte, die aus Winterberg eine Mitfahrgelegenheit zum Gottesdienst in Langewiese suchen, können sich gern dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr bei Manuela Hausmann im Gemeindebüro unter Tel. (02981) 2277 melden. Hier wird sich leicht und unbürokratisch eine Lösung finden lassen.

Und in etwa einem halben Jahr wird die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg dann in ihrer umgebauten Kirchen, Am Alten Garten 4, wieder Gottesdienste feiern. Und weil der Niedersfelder Chor „St. Agatha“ auch in diesem Jahr den Gottesdienst wieder so wunderbar umrahmt hatte, sprach Pfarrer Matthias Gleibe gleich schon mal die Einladung nach Winterberg für 2018 aus. Damit steht dem zwölften Auftritt nichts mehr entgegen.

Jens Gesper, Öffentlichkeitsreferat,Ev. Kirchenkreis Wittgenstein

Zur Entwicklung im Bereich der kirchengemeindlichen Gebäude

Pfarrer Matthias Gleibe (Zweiter von rechts) erläuterte der Gemeindeversammlung in der Evangelischen Kirche Winterberg die geplanten baulichen Änderungen. Gut 50 Besucher waren bei dem Treffen und dabei deutlich mehr Frauen, als es dieses Foto vermuten lässt.

 

Gerade mal drei Katechumenen waren es am Sonntag den 30.10.2016 , die sich beim Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Winterberg ihrer Kirchengemeinde vorstellten. Mehr Jugendliche sind es leider nicht, die hier im Frühjahr 2018 konfirmiert werden. Eine Zahl, die deutlich macht, was das Schlagwort „Demographischer Wandel“ konkret für die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg in ihrer ohnehin bestehenden Diaspora-Situation bedeutet. Den Vorstellungsgottesdienst hatte Pfarrer Matthias Gleibe mit den jungen Leuten unter die Überschrift „Baustelle Leben“ gestellt. Eben das konnten die Gottesdienst-Besucher auch an einem Bauzaun in der Kirche lesen. Und um Baustellen ging es auch in der Gemeindeversammlung, die sich dem Gottesdienst anschloss.

Gut 50 Menschen ließen sich zur Versammlung einladen, die ein bisschen improvisiert, aber auch gemütlich im Kirchraum stattfand. Als Erstes erfuhren die Zuhörer von Matthias Gleibe, dass der Bauzaun „Staubschutzwand“ heißt, als zweites, dass die Kirchengemeinden einen Vertrag unterschrieben hat, mit dem das benachbarte Pfarrhaus und der Gemeindesaal an einen Investor verkauft wurden. Für ihre 1360 Gemeindeglieder hat die Gemeinde einen deutlich zu hohen Gebäudebestand, die mittelfristige Finanzplanung hatte dem Presbyterium als Leitungsgremium der Gemeinde bereits 2013 klar gemacht, dass es einen Weg aus den strukturellen Finanz-Problemen suchen muss. Zwei Jahre lang wurde viel nachgedacht, wurden Pläne gemacht und aus vielfältigen Gründen manche auch wieder verworfen.

Matthias Gleibe skizzierte jetzt, wie sich die Situation künftig ohne Pfarrhaus und Gemeindesaal darstellt. Die bestehende Empore in der Kirche wird vergrößert, darunter trennt eine Glaswand einen zweiten Raum vom Kirchraum ab. Beide sind durch einfaches Öffnen der Wand leicht zu verbinden, so dass auch zu Weihnachten alle Gottesdienstbesucher gut Platz in der Kirche finden. Die Kirchenbänke verschwinden, künftig ist der Kirchraum bestuhlt, auch um ihn für unterschiedliche Veranstaltungen nutzbar zu machen, beispielsweise durch einfaches Dazustellen von Tischen. Außerdem bekommt die Kirche eine neue Heizung. Die bestehenden Kirchenfenster werden auf die Möglichkeit einer besseren Isolierung hin untersucht. Der der Kirche vorgelagerte Flur wird abgerissen, künftig kommt man wieder - wie vor 1981 - von draußen durch die Kirchentür in die Kirche. Vorsichtig ging der Pfarrer davon aus, dass man innerhalb eines Jahres die Arbeiten abschließen werde, die in Kürze beginnen. Deutlich wies Matthias Gleibe auf die fortbestehenden Unwägbarkeiten hin und auf die Kraft, die dieses Unterfangen das Presbyterium und die Gemeinde bereits gekostet habe. Die Wohnsituation des Ehepaars Gleibe wird sich Ende 2017 ändern, so lange wohnen Matthias und Claudia Gleibe noch im Pfarrhaus, auch wenn das jetzt veräußert wurde.

Um die Baustelle „Leben“ ging es im Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg, um die Baustelle „Kirche“ bei der anschließenden Gemeindeversammlung, zu der auch Superintendent Stefan Berk (links), hier im Gespräch mit Presbyter Claus Knesebeck, gekommen war.

Dicht begleitet wurde das Presbyterium vom Kreissynodalvorstand, dem Leitungsgremium des Kirchenkreises Wittgenstein, zu dem die Winterberger Gemeinde gehört, und von der Kirchenkreis-Verwaltung. Auch deshalb war Superintendent Stefan Berk bei der Gemeindeversammlung. Der Leitende Theologe des Wittgensteiner Kirchenkreises wusste, wovon Matthias Gleibe sprach, doch Stefan Berk setzte einen anderen Akzent. Nachdem er einen Brief der Investoren vorgelesen hatte, die im nächsten halben Jahr aus dem alten Gemeindesaal ein neues Foto-Atelier machen, erklärte der Superintendent, dass das große Engagement des Kirchenkreises in Winterberg ein klares Bekenntnis zu dem Standort sei. Auch wenn die Landeskirche demnächst 3000 Gemeindeglieder für eine Pfarrstelle vorsehe, wolle der Kirchenkreis die Pfarrstelle mit aktuell 1360 Gemeindegliedern sichern. Auch im Hinblick auf die mehr als 300.000 Gäste und 1,5 Mio. Übernachtungen pro Jahr in Winterberg. Gerade im Urlaub gebe es Zeit und Platz für die Sinnfragen des Lebens, dann müsse Kirche gastfreundlich und gastgebend da sein, um in die Region hineinzuwirken. Dabei war Stefan Berk bewusst, dass auf die Gemeinde die Unannehmlichkeiten eines Umbaus zukommen. Aber dann gebe es für eine gewisse, beschränkte Zeit halt nur Gottesdienste in der Evangelischen Kirche in Langewiese, deutlich schrieb er den Winterbergern ins Stammbuch: „Das ist auch Eure Gemeinde.“

Presbyter Claus Knesebeck wollte ebenfalls optimistisch in die Zukunft blicken. Die Pläne für den Umbau vor Augen war er sicher: „Es wird richtig schön.“ Mit dem Gebäude-Verkauf jetzt kann der Umbau relativ pass-genau finanziert werden. Im Namen des Presbyteriums ermutigte Claus Knesebeck die Zuhörer, wenn es Anfragen oder Anregungen gebe, solle man sich nie scheuen, man könne die Presbyterinnen und Presbyter immer ansprechen. Und da machte es Mut, dass es in einer der ersten Anfragen aus dem Publikum gleich mal um Eigenleistungen ging. Offensichtlich will man in der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg gern mit anpacken und helfen, um auch in finanziell schwierigen Zeiten die Zukunft der Gemeinde zu sichern und zu gestalten.

Jens Gesper, Öffentlichkeitsreferat,Ev. Kirchenkreis Wittgenstein