Frauenarbeit im Kirchenkreis

Der Vorstand des Bezirksverbands der Evangelischen Frauenhilfen in Wittgenstein.

Wer Frauenhilfe nur als ein anderes Wort für Kaffeetrinken versteht, der ist herzlich eingeladen, sich mal bei einem Treffen dieser Gruppen, die es in jeder Gemeinde des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein gibt, umzuschauen.

Auch wenn vielen Frauenhilfen ein steigender Alterdurchschnitt und sinkende Mitgliederzahlen Sorgen bereiten, so gilt doch auch weiterhin der Anspruch, den die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen auf ihrer Homepage folgendermaßen formuliert: „Frauen in der Frauenhilfe finden Gemeinschaft, gestalten ihr Umfeld innerhalb einer Gemeinde und stellen aktiv ihre Erfahrungen und Kenntnisse anderen Menschen zur Verfügung. In den Gemeinden finden sich viele Frauen in verschiedenen Lebenssituationen: Erwerbstätige Frauen, Hausfrauen, Mütter, Rentnerinnen, alleinerziehende Frauen, Aussiedlerinnen, Witwen, Zugezogene und viele mehr. An diesen vielschichtigen Lebenssituationen orientiert sich die Arbeit der Frauenhilfe. Sie bietet Spiritualität, Gemeinschaft, soziales Engagement, Meinungsaustausch und Information.“

Die Frauenhilfen wollen in Bibelarbeiten, Andachten und Gottesdiensten die Geschichte Gottes mit den Menschen und die Verheißungen der Bibel im Kontext von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verstehen, die gemeindebezogene Frauenarbeit fördern, in der sich Frauenkreise und Frauenhilfegruppen selbst organisieren und die Inhalte ihrer Treffen eigenständig gestalten, Frauen ermutigen und fördern, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen, klare Impulse bei frauenspezifischen Fragestellungen in Kirche und Gesellschaft formulieren, indem sie Stellung zu aktuellen Fragen nehmen und frauensolidarische Anliegen fördern, Frauen in ihren jeweiligen Lebenssituationen begleiten sowie Konflikt- und Notsituationen von Frauen aufgreifen und Hilfen anbieten. All das muss in Wittgenstein natürlich auf den heimischen ländlichen und damit deutlich überschaubareren Maßstab heruntergebrochen werden. Und wenn dann die Aktivitäten der Wittgensteiner Frauenhilfen bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen passieren, dann ist das umso besser. Informationen über die örtlichen Frauenhilfen gibt es bei den jeweiligen Pfarrerinnen und Pfarrern sowie im Gemeindebrief.

Im Kirchenkreis wird die Arbeit der Frauenhilfen vom Bezirksverband der Wittgensteiner Gruppen begleitet. Dessen Vorsitzende ist Brigitte Rothenpieler, ihre Stellvertreterin Johanna Debus, Kassiererin Erna Galler und Schriftführerin Christel Knebel. Die Berghäuser Pfarrerin Berit Nolting ist die theologische Begleitung der Frauenhilfen im Wittgensteiner Kirchenkreis.