Jugendbibelwoche 2013

Zum ersten Mal findet 2013 eine gemeinsame Jugendbibelwoche für alle 16 Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein statt. Junge Leute zwischen 13 und 17 Jahren und aus allen Dörfern und Städten zwischen Wenholthausen, Winterberg und Welschengeheu sind vom 12. bis 15. Februar in der Aula des Berleburger Johannes-Althusius-Gymnasiums herzlich willkommen.

Auf dieser Seite gibt es Teilnehmer-Berichte von der Woche. Nachdem Thomas Lindner mit seinem Text vom letzten Tag der Vorbereitungen am Vorabend der Veranstaltung das Fundament gelegt hat, schreiben nun ehrenamtliche Mitarbeiter für jeden Abend ihre Eindrücke auf.

Wir haben uns vorgenommen, wenn Ihr morgens aufsteht, dann steht der Bericht vom Vorabend auf der Homepage. Die jeweilige Dia-Schau mit aktuellen Fotos kommt im Laufe des Vormittags hinzu.

Testet uns, ob wir das schaffen!

15. Februar

Lukas Hebestreit: Christlicher Bauer sucht Frau

Der Bus kommt in Bad Berleburg an. Alle steigen aus, alle sind gut drauf, ich ganz besonders. Ich gehe vom Bus in die Eingangshalle des Johannes-Althusius-Gymnasiums und sehe sofort - gefühlt - ungefähr 20.000 Leute, die ich kenne. Ich freue mich, sie alle wiederzusehen. Der Wahnsinn. In kürzester Zeit habe ich so vielen Leuten Hallo gesagt wie noch nie zuvor. Alle freuen sich mindestens genauso wie ich, dass man sich endlich mal wieder sieht.

Als ich oben in die Aula komme, sehe ich ein Bild von so vielen jungen Christen wie noch nie. Ich meine, ist ja auch der letzte Tag eines neuen Großprojektes, der ersten gemeinsamen wittgensteinerischen Jugendbibelwoche, das will keiner verpassen und vor allem nicht die noch ausstehende Abschlussmottoparty zum Thema „Black and White“. Ich glaube, das ist einfach der absolute Wahnsinn, mal alle evangelischen Jugendlichen des Kirchenkreises in einer Jugendbibelwoche zu vereinen.

Ich erlebe den Abend so: Es geht los mit Musik, die Band „Up“ spielt tolle Lieder, die Andacht ist klasse und der eigens zum Thema „Christlicher Bauer sucht Frau“ gedrehte Film ist super witzig. Der Saal grölt vor Lachen, als der Schweinebauer Hannes auf der Leinwand seine Damen kennenlernt. Danach werden noch sehr schöne Lieder gesungen, die Band spielt einfach super. Ich denke: Mann, wie geil ist das hier eigentlich, ich sehe hier so viele Leute aus meiner großartigen Zeit der A- und B-Seminare wieder, es sind Jugendliche aus meiner Kirchengemeinde Gleidorf hier und viele Konfis von dem Konficamp, zu dem ich mitgefahren bin.

Nach dem eigentlichen Teil, geht sie los, die riesige Party, Thomas legt auf und die Stimmung ist binnen Sekunden auf dem Siedepunkt. Schade eigentlich, dass ich erst am letzten Tag dazu gestoßen bin, ich hätte eigentlich sofort am Dienstag mitkommen müssen, geht es mir durch den Kopf. Ganz ganz großes Kino!!! Die Mitarbeiter haben mal wieder alles gegeben und eine super JuBiWo auf die Beine gestellt! Eigentlich kann man nur sagen, schade, dass sie schon wieder vorbei ist, die Zeit geht immer viel zu schnell um!

Lukas Hebestreit ist 17 Jahre alt, kommt aus Schmallenberg und war am letzten Abend ein Besucher der Jugendbibelwoche 2013.

14. Februar

Jonathan Benfer: Mauerfall 2.0

Nach den vorherigen beiden Abenden liegt die Latte schon sehr hoch und die Zuschauer erwarten einen fantastischen Abend. Trotz des Drucks, der auf unseren Schultern lastet, lassen wir uns nicht die Stimmung verderben. Mit sehr viel Spaß und Vorfreude bereiten wir diesen Abend in harmonischer Zusammenarbeit vor. Von Anspannung und Lampenfieber noch keine Spur!

Als ich die Aula des JAGs betreten hab', werde ich direkt herzlichst von allen begrüßt. Nach dem Besprechen des Ablaufs der Vorbereitungen gehen alle frisch ans Werk! Erst werden Kostüme anprobiert. Dabei sehe ich hier und da einen kleinen Schmunzler, da unsere Kleidung doch etwas außergewöhnlich ist. Weil noch nicht alle Darsteller des Anspiels vor Ort sind, bespaßen wir uns beim Experimentieren mit der Nebelmaschine, die einen besonderen Effekt im Anspiel bieten soll.

Als endlich alle Schauspieler da sind, fangen wir an, das Stück einmal durchzuspielen, um die Standorte und oftmals weiten Gehwege der einzelnen Figuren zu klären. Zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Anzeichen von Aufregung zu spüren. Doch beim zweiten Mal, der Generalprobe, in der Kleinigkeiten kritisiert werden, steigt der Puls ein wenig an. Der Gedanke, dass der Saal gleich mit erwartungsvollen Teenies gefüllt sein wird, flößt mir ein wenig Angst ein. Was, wenn man sich verspricht? Was, wenn etwas schief läuft? Ich beschließe, einfach nicht mehr über diese Fragen nachzudenken und mich ganz auf meine Rolle als Paulus zu konzentrieren.

Nun ist es an der Zeit, eine Mauer aus bunten Dominosteinen zu bauen. Dabei kommt es auf jede Menge Fingerspitzengefühl an. Nachdem der erste Versuch, die Mauer aufzubauen, kläglich scheitert, steigt der Druck erheblich. Auch die Aussage „Die ersten Busse kommen gleich“ lassen den Druck nicht absinken. Nach einiger Zeit steht die Mauer dann doch! Jedoch kostet uns das jede Menge Nerven. „Niemand darf der Mauer nahe kommen!“, heißt unsere Devise.

Nun füllt sich der Saal allmählich, man bemerkt die Aufregung, die sich weiter durch zitternde Hände und kalte Füße bemerkbar macht. Der Saal ist nun sehr gut gefüllt. Nur ein paar einzelne Stühle bleiben unbesetzt. Kaum an meinem Startpunkt für das erste Anspiel angekommen, fängt es auch schon an! Die Anspannung lässt endlich nach! Ich konzentriere mich vollkommen auf die Begrüßung der Jugendlichen und auf die Einleitung des Anspiels.

Nun bin ich dran! Erster Gedanke: Schock! Das Licht geht nicht an. Wie soll ich nun meinen Text lesen können?! Die Gedanken kreisen und ich versuche, nur noch etwas auf meinem Spickzettel zu entziffern. Doch dann: Erleichterung! Das Licht fängt langsam an, zu leuchten. Kaum angefangen, zu den Jugendlichen zu sprechen, verschwindet die Aufregung. Die erwartungsvollen Gesichter verwischen langsam und ich konzentriere mich ganz auf den Text. Nachdem das Programm zu Ende ist, bekomme ich nur positive Rückmeldungen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, mit einer liebevollen, netten Gruppe, Jugendlichen den Glauben an Jesus und Gott zu vermitteln. Ich möchte mich bedanken bei allen Mitarbeitern und Teilnehmern, die den Abend zu dem gemacht haben, was er war: einfach klasse!

Jonathan Benfer ist 17 Jahre alt, kommt aus Bad Laasphe und gehörte zu dem Team aus der Region II, bestehend aus Bad Laasphe, Banfe, Feudingen und Fischelbach, das den dritten Abend gestaltete.

13. Februar

Vera Homrighausen: Wenn möglich, bitte wenden

Das Thema heute ist „ Wenn möglich, bitte wenden“. Es sind weniger Leute als gestern, aber immer noch viele, die mit neun verschiedenen Bussen zum Johannes-Althusius-Gymnasium gekommen sind, um den zweiten der vier Jugendbibelwochen-Abende mitzuerleben.

Wie am Abend zuvor werden wieder Würstchen, Getränke, Bücher und die JuBiWo-Bändchen verkauft, beim Drunken Race kann erneut jeder zeigen, wie schnell er mit einer Betrunken-Brille auf dem Bobbycar eine Slalom-Strecke absolvieren kann. Der Rekord liegt bei 19 Sekunden.

Der Abend beginnt mit einer Diashow mit Bildern vom Abend zuvor und mit Fotos vom Bibelfrühstück, das am Freitagmorgen wieder stattfindet. Währenddessen spielt die Band das Lied „Domino“ von Jessi J.

Die Diashow endet, dann hört man zwei Stimmen. Aber niemand weiß, wo diese zwei Stimmen herkommen und zu wem sie gehören. Ihre Besitzer laufen hin und her, bis sie sich irgendwann finden und schließlich auf der Bühne stehen. Es sind Basti und Tobi, die beiden Moderatoren des Abends. Sie begrüßen die Jugendlichen und leiten den Abend mit einem Gebet ein.

Nun kommen Thomas und Sahra auf die Bühne für die Abkündigung, sie reden über die Jugendarbeit und bitten alle Mitarbeiter aufzustehen, um den Jugendlichen zu verdeutlichen, wie viele heute Abend dabei sind. Gleichzeitig machen sie das Angebot, dass sich alle auf einem Zettel mit ihrem Namen und der Kirchengemeinde eintragen können, um auch Mitarbeiter zu werden und an Jugendbibelwochen oder Konfi-Camps teilzunehmen. In der Facebook-Gruppe des Kirchenkreises Wittgenstein gibt es ein Foto vom JuBiWo-Plakat. Alle, die in der Gruppe sind, können dieses Bild markieren und dann einen McDonalds-Gutschein gewinnen.

Ingeborg Warratz vom Evangelischen Johanneswerk wird durch Thomas von ihrem Informationsstand auf die Bühne gerufen und erzählt dort von ihrer Arbeit und dem, was dazu gehört. Sie spricht über das Freiwillige Soziale Jahr und macht außerdem Werbung für den Beruf „Altenpfleger/in“. Maurice und Felix, „die Leute von der Quizbox“ wie sie sich selbst nennen, sind an der Reihe, sie stellen das Ratespiel vor und erklären, wie das Prozedere abläuft. Das erste Lied wird gesungen „Du bist der Weg und die Wahrheit“, der Songtext wird mit einem Beamer an die Leinwand geworfen, damit alle Jugendlichen laut mitsingen können. Doch es gibt eine technische Schwierigkeit, es funktioniert erstmal nicht. Die Band fängt an zu spielen und schon ist das Problem behoben, alle singen gemeinsam.

Nun ist ein Film an der Reihe, den die Mitarbeiter aus der Berleburger Kirchenkreis-Region vorbereitet haben, die diesen zweiten Abend gestalten. Es geht um eine Klassenfahrt, bei der die Anreise perfekt läuft und scheinbar alles super ist. Doch dieser Schein trügt, in der Jugendherberge sind die Zimmer zu klein, das Essen ist ungenießbar. Die Leinwand fährt hoch, auf der Bühne steht eine Gruppe von Personen, es ist die gleiche Klasse, die auf ihren Zug wartet, der mit einer großen Verspätung schließlich eintrifft. Die Gruppe fährt mit dem Zug bis dieser plötzlich stehen bleibt, es gibt eine Panne. Alle müssen aussteigen, um sich eine Bleibe zu suchen. Die ganze Hinfahrt ist ein einziges Debakel, doch als die Gruppe jetzt in der alternativen, neu ausgesuchten  Jugendherberge angekommen ist, ist die Freude groß: Zu ihrer Überraschung haben alle riesige Zimmer, jedes Zimmer hat ein eigenes Bad. Die ganze Klasse ist glücklich, obwohl anfangs alles scheinbar ein Misserfolg war.

Es werden die nächsten zwei Lieder gesungen: „ Jesus, berühr mich“ und „Awesome God“.

Jetzt steht ein Spiel auf dem Programm. Auf der Leinwand wird ein Irrgarten gezeigt. Auf allen Plätzen liegt ein kleines Zettelchen mit einer Zahl darauf. Jeder soll versuchen, den Ausgang mit seiner Nummer in dem Labyrinth vom Start aus zu erreichen. Alle, die es geschafft haben, sollen aufstehen. Dass machen manche tatsächlich, aber nicht, um zu sagen, dass sie es geschafft haben, sondern um klarzustellen, dass das gar nicht funktionieren kann. Doch das stimmt nicht, es gibt einen Weg, aber nur zum Ausgang mit der Zahl zwei, die allerdings niemand auf dem Stuhl liegen hatte. Die Lösung wird auf der Leinwand gezeigt, man sieht, dass die Zahlen eins, drei, vier und fünf am Ende immer gegen Mauern stoßen und nur die Nummer zwei ans Ziel - den Start - gelangt.

Corinna und Fiona kommen auf die Bühne. Ein Mädchen, das mit einem Plakat, auf dem „Lebensplan“ steht, läuft an ihnen vorbei und direkt gegen eine Wand, bevor sie von der Bühne abgeht. Corinna und Fiona erzählen von Herbi, der ein Praktikum als Doktor machen will, als dann die entsprechende Arztpraxis zumacht. Er bewirbt sich überall und bekommt immer wieder weitere Absagen. Dann geht er zur kirchlichen Jugendgruppe und lernt jemanden kennen, der bei einer Bank arbeitet. Herbi redet mit ihm über sein Problem, der Andere verschafft ihm einen Praktikumsplatz. Zwar nicht als Arzt, aber bei der Bank. Herbi gefällt es so gut, dass er dort seine Ausbildung beginnen möchte. Corinna und Fiona kommen auf die Zugpanne zurück und erkennen, dass es nicht immer ganz einfach ist, den richtigen Weg zu finden. Dass der Anfang vielleicht manchmal schwer ist, aber dass jeder Mensch seinen eigenen Weg hat. Und wenn man mal den falschen einschlägt, ist Gott für uns da und zeigt uns den richtigen Weg. Jeder ist Chef seines eigenen Lebens und macht Fehler, was menschlich ist. Niemand ist perfekt, in der Bibel wurde für uns aufgeschrieben, dass wir Jesus folgen sollen. Wir sehen nicht, was vor uns liegt. Gott schon. Er hat einen Plan für jeden von uns. Stur gegen die Wand laufen ist keine Lösung, man muss sich eigene Fehler eingestehen und Gottes Wege suchen.

Paulus lief immer gegen Wände, er wollte nach Asien reisen und Menschen bekehren. Doch das wollte Gott nicht. Gott wollte, dass Paulus nach Mazedonien ging, was Paulus auch tat. Er verließ sich auf Gott - und alles wurde gut.

Alle in der JAG-Aula beten zusammen Psalm 23, „ Der Herr ist mein Hirte“.

Den „ super kompetenten Moderatoren“ wird gedankt und allen Mitarbeitern, die mitgeholfen haben. Zum Schluss singen alle ein letztes Mal an diesem Abend zusammen „ Lord, I Lift Your Name on High“ und „You Are Holy“. Der zweite Abend der Jugendbibelwoche 2013 ist vorbei - und alle gehen begeistert nach Hause.

Vera Homrighausen ist 16 Jahre alt, wohnt in Bad Berleburg und gehört zum Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Jugendbibelwoche.

12. Februar

Johanna Stremmel: Mitten im Leben

Heute Abend sitze ich mit über 400 anderen Jugendlichen in der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums, um den ersten der vier Jugendbibelwochen-Abende zu erleben. Zu diesem Event sind Jugendliche aus ganz Wittgenstein und dem Hochsauerlandkreis gekommen. Das bedeutet, manche unter uns sind über eine Stunde unterwegs gewesen - nur auf dem Hinweg.

Aber nun zum Abend selbst: Bevor dieser beginnt, kann man Würstchen und Getränke, Bücher, die heiß begehrten JuBiWo-Bändchen, Tassen, Brettchen oder andere Armbänder kaufen. Wer lieber etwas gewinnen will, nimmt am Drunken-Race teil, bei dem man mit einem Bobbycar und einer speziellen Brille einen Slalom-Parcours abfährt.

Und dann geht es auch schon los mit dem Thema: „Mitten im Leben“, das von den Hochsauerländern auf die Bühne gebracht wird. Es geht um die Clique „StreetBarbies“ die einen Jungen mobben, weil dieser an Gott glaubt. Chantal ist die Anführerin der vier Mädels, aber dann passiert etwas Seltsames. Sie kann auf einmal nicht mehr essen und trinken, bis sie danach auch noch erblindet. Eine unbekannte Stimme spricht zu ihr: „Du hast mich und die, die an mich glauben verfolgt und dafür musst du bezahlen.“ Da Chantal nicht gerade klug ist, denkt sie, Harry Potter hätte sie verzaubert oder Gandalf. Sie geht aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme ins Krankenhaus und trifft zufällig auf den Jungen, den sie mit verprügelt hat. Und obwohl der sie erkennt, ist er nicht sauer, sondern fragt, warum sie hier sei. Sie erzählt ihm von ihrem Erlebnis - und er lacht und sagt: „ Das ist nicht Harry Potter oder Gandalf gewesen, sondern Gott, denn er möchte, dass du mit Gläubigen nicht so umgehst.“ Chantal lässt sich von ihm motivieren, einmal mit in den Jugendtreff zu kommen, wo sie sofort aufgenommen wird. Sie kann bald schon wieder sehen, essen und trinken. Sie trennt sich von ihrer alten Clique und wird selbst zur Gläubigen.

Bernd Wessel gab beim ersten Abend der gemeinsamen Jugendbibelwoche für den gesamten Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein den Jugendlichen einen spirituellen Impuls mit auf den Heimweg.

Nun kommt Bernd Wessel, ein Mitarbeiter, auf die Bühne und erklärt den Zusammenhang zwischen Chantals Geschichte und der Apostelgeschichte, in der so etwas ähnliches passierte. Saulus, ein Mann, der die Christen leidenschaftlich verfolgte, wurde von Gott mit Blindheit gestraft. Aber dann wurde er von Hananias durch Handauflegen geheilt und bekehrt. Danach trennte sich Saulus von seinen vorherigen Freunden und schloss sich dem Christentum an. Also ungefähr so, wie es im Anspiel der Fall war.

Der Titel „Mitten im Leben“ wurde ausgewählt, da wir selbst entscheiden können, ob Jesus mitten in unserem Leben ist oder nicht. Jeder hat immer die Chance, zum Glauben zu kommen. Bei Gott sind wir nie zu spät, sondern immer früh genug. Überall in unserem Leben können wir spüren, dass Gottes Kraft unter uns ist. Und es steht jedem frei, ob wir uns Gott anschließen oder nicht. Es ist unsere Entscheidung, ob wir morgen in der Schule dazu stehen, dass wir heute bei der Jugendbibelwoche gewesen sind oder ob wir stattdessen so tun, als würden wir nicht dazu gehören. Aber wir sollten immer daran denken, dass wir nicht alleine sind. Und dass es unsere Entscheidung ist, wie sehr wir Gott in unser Leben einbinden. Wir müssen uns nicht dafür schämen - und wir sind Gott auch niemals peinlich.

Zum Abschluss singen wir noch „Lord, I Lift Your Name on High“. Davor haben wir schon „Blessed Be Your Name“, „Jesus, berühre mich“ und „We Want to See Jesus Lifted High“ gesungen.

Nach dem offiziellen Ende des Abends fahren alle Besucher in einem der neun Busse nach Hause.

Mich persönlich hat besonders die Andacht angesprochen. Uns geht es allen im Leben so, dass wir nicht immer zu Gott stehen. Aber es ist wichtig, dass wir am Ende zu ihm halten und dass wir uns nicht schämen und dass wir bei unserer Meinung bleiben und diese auch vertreten, dass wir lernen, zu unserem Glauben zu stehen - egal in welcher Situation.

Johanna Stremmel ist 17 Jahre alt, kommt aus Wingeshausen und gehört zum Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Jugendbibelwoche.

11. Februar

Thomas Lindner: Aufbau läutet die heiße Phase ein

Etwa 35 Jugendliche sind heute beim Aufbau der Jugendbibelwoche. Es heißt, Tische und Stühle aus der Aula räumen, Stühle für die Veranstaltungsreihe stellen, Deko anbringen und die Stände aufbauen. Dabei geht es das ein oder andere Mal auch hoch her, wenn die Banner in luftiger Höhe befestigt oder die Alkobrillen und Bobbycars getestet werden.

Währenddessen probt die JuBiWo-Band rund um Jojo … und reißt die Mitarbeiter mehr als einmal mit, immer wieder stimmen die Mitarbeiter ein und singen mit.

Viel Aufmerksamkeit bekommt auch die neue Quizbox, die Maurice Schlaf und Felix Benfer gebastelt haben. So etwas Geniales hat es bisher noch nicht gegeben, aber wir verraten an dieser Stelle natürlich noch nichts. :-)

Eine letzte Besprechung der Mitarbeiter in der ungewohnten Umgebung eines Klassenraums und eine Gebetsgemeinschaft runden den Abend ab und nach vier intensiven Stunden verlassen die Letzten um 21 Uhr die Aula des Gymnasiums.

Thomas Lindner ist die Pädagogische Fachkraft im Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein.