Mit acht Sechsen die Höchstpunktzahl als Familienzentrum

Zerrin Ulupinar ist an jedem ersten Mittwoch im Monat nachmittags am Bäderborn, dann bastelt die Laaspherin mit den Kindern und spricht dabei mit ihnen Türkisch und Deutsch.

Die beiden Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe bekamen im Herbst 2010 gemeinsam die begehrte Auszeichnung.

Wenn es in der Schule 'ne Sechs gibt, dann ist das schlecht. Oder um genauer zu sein: „ungenügend“. Wenn man sich um das Qualitäts-Gütesiegel „Familienzentrum.NRW“ der nordrhein-westfälischen Landesregierung bemüht, dann ist 'ne Sechs das höchste der Gefühle. Oder um genauer zu sein: Die maximal erreichbare Punktzahl, die „herausragende Qualität“ attestiert.

Bernd Schneider - hier mit Birgit Namockel von der Einrichtung an der Feldstraße - ist ein regelmäßiger Gast in Bad Laasphe, der Diplom-Psychologe vom Kreis Siegen-Wittgenstein gewährt einmal im Monat Erziehungs- und Familienberatung direkt vor Ort, in beiden Kitas.

Und so ist es für das Evangelische Familienzentrum Bad Laasphe ein Traumergebnis, dass es in jedem einzelnen der acht geprüften Leistungs- oder Strukturbereiche eine Sechs bekam und damit insgesamt die absolute Höchstpunktzahl von 48 erreichte. Bereits 24 hätten für die Gewährung des Gütesiegels gereicht. In den vier Leistungsbereichen ging es um Unterstützung und Beratung von Kindern und Eltern, die Familienbildung und eine Erziehungspartnerschaft, die Kindertagespflege sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Beate Schwarz (rechts) ist am Bäderborn Kindergarten-Mutter, die Zahnärztin kommt aber auch gern mal abends in die Einrichtung, um zum Besten der Kinder interessierte Eltern über das richtige Zähneputzen aufzuklären.

In den vier Strukturbereichen standen Sozialraumbezug, Kooperation und Organisation, Kommunikation sowie Leistungsentwicklung und Selbstevaluation auf dem Prüfstand.

Das hört sich alles extrem kompliziert an, vielleicht reicht deshalb an dieser Stelle die einfache Deutung: Fachleute haben die beiden evangelischen Tageseinrichtungen in Bad Laasphe genauestens unter die Lupe genommen und den beiden gemeinsam und ohne den geringsten Zweifel das begehrte Gütesiegel „Familienzentrum“ zugesprochen.

Tagespflege ist ebenfalls ein wichtiges Thema in dem Evangelischen Familienzentrum Bad Laasphe: Silke Ebertz vom Jugendamt in Siegen berät, Monika Benfer organisiert vor Ort, Erzieherin Barbara Hoch ist eine der Tagesmütter, während sich Angelika Krämer und Birgit Namockel über dieses Angebot freuen.

In beiden Einrichtungen gab es danach Bauarbeiten: am Bädeborn wurde reichlich an- und umgebaut, während für den zweiten evangelischen Kindergarten in Bad Laasphe sogar ein ganz neues Gebäude errichtet wurde. Die Anschrift ist nicht mehr Feldstraße, sondern mittlerweile Max-Präger-Weg.

Ende Januar 2012 stellte sich die Kindertageseinrichtung am Bäderborn der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür vor, rund ein Jahr danach war es dann an der Kita „Farbklecks“ sich  Anfang Februar 2013 allen Interessierten bei einem Tag der offenen Tür der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.