Kinder-, Jugend- und Familienarbeit hat eine „Perspektive Zukunft“

Der Vorstand des neuen Fördervereins „Perspektive Zukunft“ im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein steht, dazu gehören: Christian Schneider und Thorsten Betz, Jugendpresbyter in Bad Berleburg und Fischelbach, die Pädagogische Fachkraft Thomas Lindner, die Esloherin Sahra Sritharan und der Schmallenberger Thomas Griebsch sowie die Raumländer Bernd Wessel und Jörn Dickel (von links). Es fehlt der terminlich verhinderte erste erste Vorsitzende Stefan Berk.

Sieben Gründungsmitglieder und eine Satzung - das sind in Deutschland die Mindestanforderungen für die Eintragung eines Vereins. Beide Voraussetzungen wurden am Samstagnachmittag im Berleburger Haus der Kirche an der Schloßstraße locker erfüllt, wo ein Förderverein für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein gegründet werden sollte.

Von Anfang an hatten sich neben anderen Interessierten doppelt so viele Mitglieder in spe versammelt wie nötig gewesen wären. Und nachdem die 14 angehenden Mitglieder über den Daumen eine Stunde lang den vorgelegten Satzungsentwurf auf Punkt und Komma durchgesprochen und bearbeitet hatten, wurde dann einstimmig auch die Satzung des Fördervereins „Perspektive Zukunft“ beschlossen.

Als Vorsitzende des Synodalen Kinder-, Jugend- und Familienausschusses im Kirchenkreis eröffnete die Birkelbacher Pfarrerin Simone Conrad die Veranstaltung, bevor Thomas Lindner noch einmal genauer erläuterte, weshalb das Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis diesen Schritt geht. Seit September 2009 ist Thomas Lindner die Pädagogische Fachkraft in der Einrichtung, in den gut drei Jahren wurde das für Wittgenstein neue Kompetenzzentrum-Konzept erfolgreich mit Leben gefüllt und etabliert. Genau deshalb wolle sich das Kompetenzzentrum unabhängiger von kirchlichen Haushaltsplänen machen, insbesondere weil die prognostizierte Entwicklung des Kirchensteuer-Aufkommens aufgrund der demographischen Veränderungen wenig Hoffnung für die Zukunft mache. Außerdem sei es ihm schon passiert, so der Birkelbacher, dass etwa die Sparkasse für seine Arbeit habe spenden wollen, diese aber die Institution „Kirche“ nicht direkt unterstützen könne. Das ändere sich mit einem Förderverein.

Besonders gut vertreten war bei der Gründungsversammlung die Erndtebrücker Region des Kirchenkreises, zu der neben Erndtebrück und Birkelbach auch die Kirchengemeinden Wingeshausen und Raumland gehören. Dann folgte die Berleburger Region, aus dem Hochsauerland waren immerhin drei Leute angereist - eine Person mehr als aus der Laaspher Region. Unter den Teilnehmern waren außer den Pfarrern Oliver Günther, Dr. Ralf Kötter und Dr. Dirk Spornhauer zahlreiche Jugendpresbyter, Heike Jung nahm als Vorsitzende des Wittgensteiner CVJM-Kreisverbands an der Versammlung teil. Nicht teilnehmen konnte Superintendent Stefan Berk aufgrund eines auswärtigen Termins. Aber er hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass er - falls gewünscht - für den Posten des Vorsitzenden zur Verfügung stehen würde.

Am Ende sah der erste Vorstand des Fördervereins „Perspektive Zukunft“ nach einstimmiger Wahl folgendermaßen aus: Vorsitzender ist Stefan Berk, stellvertretender Vorsitzender Thomas Lindner, der Raumländer Jörn Dickel ist Kassierer, die Esloherin Sahra Sritharan Schriftführerin. Als Beisitzer arbeiten künftig der Schmallenberger Thomas Griebsch, der Raumländer Bernd Wessel, der Berleburger Christian Schneider und der Fischelbacher Thorsten Betz mit. Außerdem entsendet der Synodalausschuss noch einen Delegierten. Kassenprüfer sind Dirk Spornhauer für zwei Jahre und Thomas Soth für ein Jahr.

Außerdem wurde über die künftigen Mitgliedsbeiträge abgestimmt. Man einigte sich auf einen niedrigen Mindestbeitrag von 24 Euro pro Jahr, sowohl für natürliche als auch für juristische Personen. Diese Summe kann gern aufgestockt werden, außerdem freut sich der künftig eingetragene Verein über Spenden. Zudem dachte die Versammlung darüber nach, welche Projekte der Förderverein künftig finanziell unterstützen könnte: die amerikanische Seite beim Young-Ambassadors-Programm, die große gemeinsame Jugendbibelwoche der vier Regionen im Kirchenkreis in 2013, Schulungen im Jugendbereich oder auch mal einen Tagesausflug für die Mitarbeiter. Ideen für Aktionen gab es auch schon: Man könne etwa bei Veranstaltungen Bewirtungs-Aufgaben übernehmen oder sogar selbst mal einen Wohltätigkeits-Ball organisieren. Am Sonntag war die Kollekte in allen Kirchen des Kirchenkreises jedenfalls schon mal für den Förderverein bestimmt. Und ein weiterer Arbeits-Termin steht ebenfalls schon fest: Bei der Berleburger Weihnachtszeitreise soll der Förderverein auf Einladung der Organisatoren den Bändchen-Verkauf übernehmen.

Hier gibt es das Informations-Faltblatt (pdf, 218 kB) für den Förderverein „Perspektive Zukunft“ im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein.