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01.08.2017
Von: Jens Gesper

Silke Grübener ist neue Geschäftsführerin

Hessin mit Feudinger Wurzeln wechselt aus Kreiskirchen-Verwaltung ins Abenteuerdorf


Die Hausleitung Maike Schröder und die neue Geschäftsführerin Silke Grübener (Mitte) arbeiten künftig gemeinsam im Abenteuerdorf Wittgenstein, damit sie zusammen mit Superintendent Stefan Berk optimistisch in die Zukunft des umgebauten Freizeitzentrums in Wemlighausen blicken können.

Bei der feierlichen und fröhlichen Eröffnung des Abenteuerdorfs Wittgenstein vor wenigen Wochen war alles eitel Sonnenschein. Das umgebaute Freizeitzentrum Wemlighausen mit einem neuen, klug durchdachten Konzept als Haus des Wittgensteiner Kirchenkreises, seiner Kirchengemeinden und Arbeitsbereiche gab bei strahlendem Wetter den vielen Besucher große Hoffnung auf eine gute Zukunft. Dem genauer schauenden Betrachter fielen aber noch zwei Baustellen auf. Zum einen der Außenbereich. Da ist Alles auf einem guten Weg, Schritt für Schritt wird hier gestaltet und der Herr lässt die Dinge wachsen. Zum anderen war die Leitungsstruktur des Abenteuerdorfs in einem Schwebezustand. Die Geschäftsführung lag kommissarisch bei Maike Schröder, die ihre Sache sehr gut machte, sich aber die für die Hausleitung notwendigen betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen nicht aufhalsen wollte. Sie wollte auf lange Sicht das Abenteuer wieder lieber als Erlebnispädagogin in der Natur statt in langen Zahlenkolonnen suchen. Gleichzeitig sandte die Evangelische Kirche von Westfalen das Zeichen, dass den Bielefeldern die betriebswirtschaftliche Leitung des Hauses ein wichtiges Anliegen sei, um den Erfolg des Hauses mit einem genauen Blick auf die Finanzen zu garantieren.

„Überraschend und überraschend gut“ war dann die Lösung, die Superintendent Stefan Berk mit diesen Worten bei einem Pressegespräch am 1. August in Wemlighausen präsentierte: Seit diesem Tag ist Silke Grübener Geschäftsführerin des Abenteuerdorfs Wittgenstein. Bis zum Jahresende zunächst mit einer halben Stelle, dann ab 2018 mit einer ganzen. Bis dahin wird sie mit ihrer zweiten halben Stelle weiterhin fürs Kreiskirchenamt Siegen/Wittgenstein, die beiden selbstständigen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein haben eine gemeinsame Verwaltung, im Berleburger Haus der Kirche arbeiten. In der Bau- und Liegenschaftsabteilung ist sie die Ansprechpartnerin für die Wittgensteiner und Hochsauerländer Gemeinden, die zum Wittgensteiner Kirchenkreis gehören. Im Oktober werden es 25 Jahre, die die gelernte Bürokauffrau in der kreiskirchlichen Verwaltung arbeitet. Stefan Berk attestierte der Absolventin des zweiten Verwaltungslehrgangs ein „enormes Fachwissen“. Neben all den anderen Aufgaben in ihrem Arbeitsbereich habe sie gerade beim Umbau des Abenteuerdorfs das Geld sehr genau im Blick behalten. Wenn sie gesagt habe, dass man finanziell im geplanten Rahmen sei, dann habe er sich darauf verlassen können.

Silke Grübener wohnt zwar in Dautphetal-Mornshausen, wo ihr Ehemann Klaus als Jugendreferent des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach arbeitet, ist aber eine waschechte Feudingerin, die als Wittgensteinerin das Freizeitzentrum von kleinauf kennt. Die heute 44-Jährige war unter anderem als Schülerin, als Konfirmandin, als Ehrenamtliche der CVJM-Jugendarbeit und als Young-Ambassador-Leiterin in der Wemlighäuser Einrichtung. Ihre Erfahrungen stammen also aus einem langen Zeitraum, für Silke Grübener spannten die Mitarbeitenden des Hauses dabei einen roten Faden über die Jahre: „Die Leute hier sind toll im Umgang mit den Menschen.“ Und ihre Zielsetzung für ihre Arbeit als Geschäftsführerin formuliert sie so. Besucher, die hier waren, egal ob in Gruppen oder allein, sollten nach ihrem Aufenthalt sagen: „Wir kommen wieder, weil es hier so gut war.“ Stefan Berk hatte ein weiteres Ziel: Das Haus solle sich mit einer schwarzen Null selbst tragen. Für Silke Grübener ist das eine Selbstverständlichkeit, dass man jetzt nach der 1,8-Mill.-Investition verantwortlich und nachhaltig im Abenteuerdorf arbeiten werde.

Für die Hausleitung Maike Schröder ändert sich durch diese Entscheidung sehr viel, aber auch ihr Votum beim Pressegespräch war eindeutig: „Ich bin total glücklich über diese Lösung.“ Sie wird künftig mit einer ganzen Stelle im Abenteuerdorf arbeiten und solle es, so Stefan Berk nach seinem ausdrücklichen Dank für Maikes Schröders großes Engagement, inhaltlich weiter nach vorne bringen. Gemeinsam mit Silke Grübener. Wie gut die Beiden zusammenarbeiten, haben die vergangenen Jahre des Umbaus eindrücklich gezeigt. Nicht nur, wenn sie hauptamtlich im Dienst von Abenteuerdorf oder Kreiskirchenamt arbeiteten, sondern auch nach Feierabend im ehrenamtlichen Einsatz beim Umbau in Wemlighausen. Das Miteinander - im Kleinen von den Mitarbeitenden im Abenteuerdorf, im Großen von den Menschen und Gemeinden im Wittgensteiner Kirchenkreis - weist in einer sich verändernden Welt den besten Weg zum Erfolg.