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05.11.2017
Von: Jens Gesper

„Gib ihnen Kraft und Mut für ihre Aufgabe“

Als Team gestalteten Mitarbeiterinnen von Diakonie und Kirchengemeinde Gottesdienst in Birkelbach


Nicole Dickel, Simone Conrad, Nadine Hoffmann, Renate Stark, Thomas Dörr und Angela Wunderlich (hintere Reihe von links), Tanja Onken, Dagmar Rath, Elke Roth und Nina Rath (vordere Reihe von links) gestalteten am Sonntagmorgen den Diakoniegottesdienst für die Erndtebrücker Kirchenkreis-Region in der Birkelbacher Kirche.

„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht; es hat Hoffnung und Zukunft gebracht; es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit“ - als Kehrvers der Ermutigung sang die Gemeinde am Sonntag in der Birkelbacher Kirche immer wieder dieses Gesangbuchlied. Dazwischen trugen Mitarbeiterinnen aus der Wittgensteiner Diakonie und der Birkelbacher Kirchengemeinde ihre selbstgeschriebenen Gedanken zum Thema „Herbst“ vor. Das war die Überschrift über dem Diakoniegottesdienst der Erndtebrücker Kirchenkreis-Region, allerdings ging es nicht nur um die aktuelle Jahreszeit, die trotz Sonnenschein hier und da doch naturgemäß mehr Dunkelheit und Kälte mit sich bringt. Es ging auch im übertragenen Sinne um das Alter, den Herbst des Lebens. Unter anderem wurde in den sehr persönlichen Einbringungen der Herbst als Zeit der Ruhe, der Fürsorge und des Abschieds beleuchtet.

Auch wenn der Gottesdienst unter der Leitung von Simone Conrad, Wittgensteiner Diakoniepfarrerin und Birkelbacher Gemeindepfarrerin, stand, so war es ihr doch ganz wichtig, dass dieser Gottesdienst im Teamwork entstanden war. Gemeinsam konzipiert, gemeinsam mit Inhalt gefüllt, gemeinsam den rund 60 Gottesdienst-Besuchern präsentiert. Sogar die herbstlichen Fotos, die während des Gottesdiensts an die Wand im Chorraum geworfen wurden, stammten von den beteiligten Frauen - denn außer Thomas Dörr, dem Geschäftsführer des Wittgensteiner Diakonischen Werks, der eine Lesung übernahm, waren es ausschließlich Frauen, die den Gottesdienst gestalteten: Simone Conrad, Nicole Dickel als Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Erndtebrück, Nadine Hoffmann, Tanja Onken, Dagmar Rath, Nina Rath, Elke Roth, Renate Stark und Angela Wunderlich, Mitarbeiterinnen der Kirchengemeinde und der heimischen Diakonie. Auch für die Musik war eine Frau zuständig, Doris Treude saß an der Orgel.

Das Fürbittengebet am Ende des Gottesdienstes brachte die Botschaft des Diakoniegottesdienstes noch einmal sehr schön auf den Punkt. Es begann: „Lieber Gott, hilf uns, die Schönheiten des Herbstes zu erkennen und wertzuschätzen. Wenn es draußen kalt und nass wird, danken wir dir besonders für unser warmes und sicheres Zuhause.“ Dabei dachten die Betenden und Bittenden aber auch an diejenigen, in deren Leben gerade nicht alles rund läuft: an alle Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, die durch eine Behinderung eingeschränkt sind, die ihre Heimat durch Flucht verlassen mussten, die an ihrer Sucht leiden. Und ganz am Schluss an diejenigen, die in den zahlreichen Fachbereichen der Diakonie versuchen, die Not der vorher aufgezählten Menschen zu lindern: „Gib du ihnen Kraft und Mut für ihre Aufgabe.“