Matthias Gleibe ins Amt eingeführt >
< Ein Türchen im Pulverwaldstadion
03.12.2017
Von: Kirchengemeinde Erndtebrück

Klöneck feiert 15-Jähriges

Nach dem Gottesdienst in der Erndtebrücker Kirche gibt es im Café Süßes und Herzhaftes


Das ehrenamtliche Moment war von Anfang an wesentlich im Erndtebrücker Klöneck-Konzept. Vor allem Frauen haben sich während der gesamten Zeit oder auch für einen begrenzten Zeitraum eingebracht und das ehrenamtliche Café zum Erfolg geführt, wie dieses Archivfoto aus dem Jahr 2011 zeigt.

Ein ehrenamtliches Café in Erndtebrück? Kann das funktionieren? Und wenn ja, wie lange? Die Antworten auf die ersten beiden Fragen heißen „Ja“ und die Antwort auf die dritte Frage lautet zum jetzigen Zeitpunkt: mindestens 15 Jahre. Genau so alt ist nämlich das Klöneck. Ein echtes Jubiläum ist das noch nicht, ein Anlass zum Feiern schon. Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 3. Dezember, um 10.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Erndtebrück, danach gibt es im Klöneck etwas zu essen: mittags eine gute Suppe, nachmittags ein großes Kuchenbuffet.

Als das Klöneck vor 15 Jahren öffnete, gab es in Erndtebrück kein einziges Café. Inzwischen hat sich das geändert, und das ist gut so. Das Klöneck war von Anfang an nicht als Konkurrenz zu anderen Cafés gedacht. Es sollte vielmehr ein Ort sein, an dem Menschen sich treffen können, ohne dass ein betriebswirtschaftlicher Druck aufkommt. Begegnung war das wichtigste Ziel, deshalb schien es der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück gerechtfertigt, diesen Ausflug in die Welt der Gastronomie als Experiment zu wagen. Dabei war für die Kirchengemeinde noch mehr wesentlich, wie Pfarrer Stefan Berk ausführt: „Auch die alltägliche Hilfe im Gespräch miteinander, das Reden über die kleinen Sorgen gehören zum diakonischen Profil einer Kirchengemeinde. Und nicht zu vergessen ist der dritte Aspekt: Der Weltladen, der Artikel des Fairen Handels anbietet, gehörte von Anfang an zum Konzept des Klönecks. Denn der Einsatz für einen gerechteren Welthandel ist letztlich auch diakonisches Engagement, weil es Menschen auf der Südhalbkugel unserer Erde hilft, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.“

Auch wenn das Klöneck vor viereinhalb Jahren entlang der Erndtebrücker Hauptstraße knapp 300 Meter weiter nach Westen zog, die Adresse ist heute: Siegener Straße 23, so änderte sich am generellen Konzept nichts. Im Gegenteil: Nachdem die Kirchengemeinde von Anfang an das Wittgensteiner Diakonische Werk mit im Boot hatte, kam mit dem Umzug auch noch die Arbeiterwohlfahrt als Kooperationspartner hinzu.

Heute sieht der Wochen-Rhythmus folgendermaßen aus: Dienstagmorgens und sonntagnachmittags öffnet das Café für alle, die im Alltag eine Pause einlegen wollen. Auf niedrige Preise für Getränke, Brötchen und Waffeln wurde von Anfang an geachtet, damit auch Familien oder Menschen mit kleinem Geldbeutel hier einkehren können. Der Mittwoch steht im Zeichen der Tagesbetreuung: Das Diakonische Werk bietet für ältere Menschen die Möglichkeit, ihren Tag gemeinschaftlich im Klöneck zu verbringen. Der Donnerstag ist der AWo-Tag, die hier verschiedene Angebote für Seniorinnen und Senioren macht. Außerdem werden die Räume für kleine Konferenzen, Mitarbeiterschulungen oder Vorbereitungstreffen aller Art genutzt. Manche Gäste finden die Räume so gemütlich, dass sie hier Geburtstag feiern und sich von ehrenamtlich Mitarbeitenden verwöhnen lassen, sei es mit einem Frühstück oder beim Kaffeetrinken am Nachmittag.

Alle Interessierten, die sich die Möglichkeiten des Klönecks genauer anschauen wollen, sind am ersten Advent willkommen. Und diejenigen, die schon wissen, wie gut es hier schmeckt, sowieso.