„Perlen des Glaubens“ (22. Juni 2013)

  • Die Workshop-Besucherinnen bastelten als Erstes bei der Veranstaltung zum Spirituellen Sommer im evangelischen Gleidorfer Gemeindehaus ihren eigenen Kranz der Perlen des Glaubens.
  • Auftakt und Abschluss des Workshops hatte Nicole Vosbeck in der Evangelischen Auferstehungskirche Gleidorf vorbereitet. Die 18 Perlen des Lebens waren hier ein bisschen größer zu sehen.
  • Wichtig war Nicole Vosbeck (Zweite von links) als Referentin, dass die Workshop-Teilnehmerinnen über die Perlen des Glaubens ins Gespräch kamen.

Durch die Naturgewalten eines Sturmes auf einer griechischen Insel festgesetzt und auf sich selbst zurückgeworfen, überlegte sich Martin Linnebö, ein Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Schweden, 1995 sein Konzept für die Perlen des Glaubens. Sie werden oft auch Perlen des Lebens oder auch ganz direkt aus dem Schwedischen übersetzt Heilandskranz genannt.

Der Ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin machte die Perlen des Glaubens einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland bekannt, 2006 kam das Buch zum Gebetskranz in deutscher Übersetzung auf den Markt und seit 2011 kann man sich sogar von einer Perlen-des-Lebens-App auf dem Smartphone durch die Untiefen des Lebens begleiten lassen.

Fernab von der digitalen Welt moderner Medien und Kommunikation lernten jetzt knapp zehn Frauen in der echten Welt des Spirituellen Sommers die Perlen des Glaubens bei einer Veranstaltung in Gleidorf kennen. Nicole Vosbeck, Presbyterin der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf, Lehrerin an der Schmallenberger Erich-Kästner-Realschule und seit zwei Jahren von den Perlen des Glaubens begeistert, hatte einen Nachmittag mit vielen Materialien sehr gut vorbereitet. Ihren Auftakt nahm die Veranstaltung in der evangelischen Auferstehungskirche, hier wurde über die Erwartungen gesprochen und das Lied zum Gebetskranz gesungen. Natürlich hatte die Referentin auch dafür einen Liederzettel vorbereitet: „Du bist ewig, Du bist nahe, Du bist Licht und ich bin Dein“, in ihrem schwedischen Original werden diese Worte Martin Lönnebo zugerechnet.

Danach ging es ins benachbarte Gemeindehaus, wo jede Teilnehmerin zunächst ihren eigenen Gebetskranz bastelte. 18 Perlen wurden am Band aneinander gereiht. Sie unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe, die Reihenfolge ist klar festgelegt: Der Gottesperle am Anfang folgen Ich-Perle, Taufperle, Wüstenperle, Perle der Gelassenheit, die beiden Perlen der Liebe, die drei Geheimnisperlen, Perle der Nacht und Perle der Auferstehung, dazwischen sind immer wieder Perlen der Stille untergebracht. In ihrer Bedeutung können sie als der Lebensweg Jesu gedeutet werden, aber auch zum Sinnbild fürs eigene Leben werden. Gedanken zu den unterschiedlichen Perlen wurden an den verschiedenen Stationen eines Rundgangs im Gemeindehaus vermittelt, doch in der Ergänzung war Nicole Vosbeck noch ein weiterer Schritt wichtig, wie sie schon vorher sagte: „Im Austausch mit anderen Menschen werden viele Ideen zusammenkommen, um unseren Alltag in Zukunft zu entschleunigen.“

Seit zwei Jahren kennt sie die Perlen des Glaubens und meistens trägt sie den Gebetskranz am Handgelenk. Ihr gehe es tatsächlich so, dass sie ihn zwischendurch immer mal wieder dankbar nutze: „Die Perlen des Glaubens sollen nicht in der Ecke liegen oder schön in der Vitrine, du sollst sie in dein Leben einbauen.“ Dabei seien die Perlen nicht nur spirituelle Quelle für den Einzelnen, ihr sei es öfters so gegangen, dass sie durch den außergewöhnlichen Armreif angesprochen worden sei. Zum Beispiel von einem ihrer Schüler, der habe die Perlen des Glaubens in der Firmvorbereitung kennengelernt. Und so verbinden die Perlen des Glaubens auch über Konfessionsgrenzen hinweg.