• Kirchengemeinde Banfetal

    Die Kirchengemeinde Banfetal ist am 1. Januar 2019 aus den beiden bis dahin selbständigen Kirchengemeinden Banfe und Fischelbach entstanden, die schon seit 2007 pfarramtlich verbunden waren.

    Die Fischelbacher Kirchengemeinde war dabei die ältere. Als die Wittgensteiner Grafen 1307 Fischelbach und Hesselbach von den Breidenbachern Rittern kauften, da bekamen die beiden Dörfer eine eigene Pfarrei, belegt durch eine Zahlung aus dem dritten Dorf der Gemeinde.Curtt vom Bernshäuser Hof stiftete der Fischelbacher Kirche 1309 einen Gulden.

    Evangelische Kirche in Fischelbach, Alte Eisenstraße 2, 57334 Bad Laasphe-Fischelbach

    Geld das brauchte die Gemeinde auch 1732, als Pfarrer Philipp Samuel Rosa von Laasphe nach Fischelbach versetzt wurde. Er hatte sich mit dem Wittgensteinschen Landesherren angelegt und saß offenkundig am kürzeren Hebel. Nichtsdestotrotz kümmerte er sich sofort um die baufällige örtliche Kirche und wollte einen Neubau. Der Pfarrer ordnete die Güter und Finanzen des Kirchspiels und machte sich auf Kollektenreisen, um für den Kirchenbau Geld zu organisieren. Es reichte immerhin dafür, unter Einbeziehung des alten untersten Turmgeschosses tatsächlich eine neue Kirche zu bauen. Wie in der Barockzeit üblich wurde der Turmhelm dreistufig gestaltet. Als das Gebäude 1959/60 renoviert werden musste, wurde die Kirche erweitert. Um rund sieben Meter wurde das Kirchschiff verlängert und um zweieinhalb Meter verbreitert, die Kirche bietet nun Platz für über 200 Personen.

    Kapelle in Hesselbach, Zum Spreit 4, 57334 Bad Laasphe-Hesselbach

    Währenddessen stammt die Hesselbacher Kapelle aus der Renaissance. Das Gebäude mit den Maßen zehn mal sechs Metern wurde 1966/67 durch einen Querbau erweitert und umgestaltet. Mit großem finanziellem Engagement ermöglichten die Hesselbacher das selbst.

    Die Kanzel in der Kapelle hatten die Hesselbacher 1954 geschenkt bekommen, zuvor gehörte sie zu der Kapelle von Schloss Wittgenstein.

    Der Ort Hesselbach selbst wird bereits in einer Urkunde des Klosters Fulda in der Zeit zwischen 807 und 837 erwähnt und ist somit einer der ältesten urkundlich belegten Orte in Wittgenstein.

    Die Banfer Kirchengemeinde war die jüngere der beiden. Obwohl es Vermutungen über ein bereits früh bestehendes eigenes Kirchspiel gibt, ist zunächst eine lange Zugehörigkeit zum Feudinger Kirchspiel urkundlich belegt. Wobei Banfe hier eine besondere Stellung einnahm, da das Dorf eine eigene Kapelle besaß.

    Evangelische Kirche in Banfe, Kirchweg, 57334 Bad Laasphe-Banfe

    1877 wurde die heutige Banfer Kirche neu errichtet, an eben jener Stelle, wo zuvor über Jahrhunderte eine Kapelle gestanden hatte. 1852 hatte bereits ein Baumeister Gruppe auf die desolaten baulichen Zustand der Kapelle hingewiesen, 1864 schlug der Feudinger Pfarrer Vogel einen Kapellen-Neubau vor, wofür die Kapellengemeinde Banfe allerdings zu arm ist. Der Einsturz einer Zwischenbühne am zweiten Ostertag 1872 führte zur baupolizeilichen Schließung der Kapelle. Nachdem sogar bei einer Kirchenkollekte und einer Hauskollekte in der Provinz Westfalen Geld für das neue Banfer Gotteshaus gesammelt worden war, konnte die Kirche kurz vor Weihnachten 1877 eingeweiht werden. Das Gebäude im romanischen Stil ist für Wittgenstein besonders, weil die Banfer als einzige zwei Kirchtürme haben.

    Noch viel mehr kann man über die Geschichte der Gotteshäuser im Banfetal in dem von Johannes Burkardt, Andreas Kroh und Ulf Lückel herausgegebenen Buch „Die Kirchen des Kirchenkreises Wittgenstein in Wort und Bild“ finden, den Text über Banfe hat Eckhard Linke geschrieben, die Texte über Fischelbach und Hesselbach Eberhard Bauer.

    Auf den rund 43 Quadratkilometern der Kirchengemeinde liegen die Dörfer Banfe, Bernshausen, Fischelbach mit Sohl, Heiligenborn, Herbertshausen und Hesselbach. Zur Kirchengemeinde gehören insgesamt gut 2100 Gemeindeglieder (Stand der beiden alten Kirchengemeinden März 2018).

    Homepage: www.kirche-im-banfetal.de

    Die Glocken von Banfe

     

     

    Die Glocken von Fischelbach

     

     

    Die Glocken von Hesselbach

     

     

    Das Bevollmächtigtengremium

    Das Bevollmächtigtengremium der Evangelischen Kirchengemeinde Banfetal besteht aus Gundolf Hees, Dorothee Schneider-Irle, Günter Weber, Waltraud Olbricht, Alexandra Müller, Volker Reinschmidt, Sabine Lang, Siegfried Wick, Jens Otto, Pfarrer Peter Mayer-Ullmann, Thorsten Betz und Silke Stenger (von links), es fehlt Christian Gerhardt.
  • Pfr. Peter Mayer-Ullmann

    Pfr.
    Peter Mayer-Ullmann

    Immenseifen 6
    57334 Bad Laasphe-Banfe
    fon: 02752/9289
    mobil: 0151/65711493

    mail: kgbmu(at)kka-wittgenstein.de

    Gemeindebüro

    Immenseifen 6
    57334 Bad Laasphe-Banfe
    fon: 02752/9289
    fax: 02752/4799955

    für den Bezirk Banfe:
    Luise Schmidt

    Öffnungszeiten:
    donnerstags 16.30 bis 18.30 Uhr

    für den Bezirk Fischelbach:
    Anke Schmidt

    Öffnungszeiten:
    mittwochs 17 bis 19 Uhr