Konfi-Cup 2019

Der Konfi-Cup des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein brachte am Freitagabend wieder viele Menschen zusammen: 16 Mannschaften aus acht Wittgensteiner Kirchengemeinden waren bei der Veranstaltung, die auch diesmal wieder von der Sparkasse Wittgenstein finanziell unterstützt wurde.

Pfarrerin Berit Nolting sprach Freitagabend während der Begrüßung in den Turnhallen beim Laaspher Schloss davon, wieviel Lob sie immer wieder von der Westfälischen Landeskirche höre, weil die Wittgensteiner als kleinster Kirchenkreis immer wieder die größte Vorrunde im Konfi-Cup auf die Beine stellten: In fünf Stunden waren insgesamt 250 Menschen vor Ort, wo 16 Teams zum Konfi-Cup antraten. Sowohl im Fußball als auch im Hockey suchten die Katechumenen und Konfirmanden - also Jugendliche, die im ersten und zweiten Jahr in den kirchlichen Unterricht gehen - die jeweiligen Turnier-Sieger. Dabei ist der Fußball generell die wichtigere Disziplin, hier qualifiziert sich der Gewinner nämlich für den Wettbewerb auf Landeskirchen-Ebene. Hockey ist indes nur eine Wittgensteiner Erfindung, um eine zweite Mannschafts-Sportart in den Blick zu nehmen. Qualifiziert sich ein Team in der Vorrunde in Fußball und Hockey, dann zieht die Fußball-Qualifikation. Das war bisher immer so - und nie ein Problem. Bis Freitagabend.

Die kickenden Konfirmanden der Ersten aus den Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen gewannen am Ende das Fußball-Finale...

Eine Mannschaft der Kirchengemeinde Banfetal war für beide Halbfinals qualifiziert, sollte zum Fußball, wollte aber viel lieber zum Hockey. Nach längeren Diskussionen blieb es aber dabei, die Hockey-Fans mussten Fußball spielen. Und Banfetal II holte beim Fußball den dritten Platz im Spiel gegen Raumland, genau wie Banfetal I im Hockey den dritten Platz gegen Bad Berleburg/Girkhausen II errang. Pokale gab es im Hockey auch für Feudingen II und Birkelbach, die Oberndorfer Konfirmanden siegten im Finale gegen Birkelbach. Im Fußball blieben die großen Trophäen in der ersten Kirchenkreis-Region, obwohl die Trikots der Mannschaften eher auf die dritte Kirchenkreis-Region schließen ließen: Erst im Sieben-Meter-Schießen setzte sich die Mannschaft Bad Berleburg/Girkhausen I mit Berghäuser Bikar-Metalle-Leibchen gegen das Team der Lukas-Kirchengemeinde in geliehenen Erndtebrücker TuS-Shirts durch. Vertreten waren außerdem noch die Kirchengemeinden Erndtebrück und Wingeshausen.

  • ... vor Lukas auf dem zweiten Platz...
  • ... und Banfetal II auf dem dritten Platz.
Im Hockey ging der Sieger-Pokal an Feudingen II, also an die Oberndorfer Konfirmadinnen und Konfirmanden,...

Organisiert worden war der Konfi-Cup, den es seit 2006 in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) gibt, hier vor Ort von Berit Nolting sowie Sebastian Walter und Simon Spies aus der Jugendarbeit der Raumländer Kirchengemeinde. Die Berghäuser Pfarrerin hat die Kirchenkreis-Beauftragung für Konfirmandenarbeit inne, Simon Spies hielt an diesem Abend die Andacht zu Beginn des Konfi-Cups, Sebastian Walter sorgte unter Anderem auch dafür, dass die Teams am Turnier-Ende eine Urkunde inklusive Mannschafts-Foto vom Abend bekamen. Darüberhinaus waren es unzählbar viele hilfreiche Menschen, die dafür sorgten, dass niemand Hunger oder Durst leiden musste, dass die Spiele gerecht und kompetent gepfiffen wurden, die Spielergebnisse verlässlich und korrekt übermittelt wurden. Hoffentlich läuft beim EKvW-Konfi-Cup Ende März in Kamen ebenfalls alles so problemlos ab wie jetzt in Bad Laasphe. Dort werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden, in den Mannschaften müssen nämlich immer Mädchen und Jungs gleichzeitig spielen, aus Bad Berleburg und Girkhausen nun die Wittgensteiner Farben beim Landeskirchen-Entscheid vertreten. Einmal hat dort der Wittgensteiner Vertreter gewonnen, das war 2017 und das war eine Mannschaft der beiden Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen. Anders als vor zwei Jahren ist diesmal allerdings das EKvW-Finale nicht das Ende der Fahnenstange, die beste Westfälische Mannschaft fährt am 1. Mai nach Köln, wo dann die besten deutschen Konfi-Kicker gesucht werden.

  • ...vor Birkelbach auf dem zweiten...
  • ... und Banfetal I auf dem dritten Platz.

Hier gibt es die Siegerliste vom Fußball,
hier gibt es die Siegerliste vom Hockey.

Impressionen vom Wittgensteiner Konfi-Cup 2019

  • Alle beteiligten Mannschaften mit Trainern, Pfarrern und Fans: Bad Berleburg I,
  • Bad Berleburg II,
  • Banfetal I,
  • Banfetal II,
  • Birkelbach,
  • Erndtebrück I,
  • Erndtebrück II,
  • Feudingen I,
  • Feudingen II,
  • Feudingen III,
  • Feudingen IV,
  • Lukas,
  • Berghausen für die Kirchengemeinde Raumland,
  • Raumland für die Kirchengemeinde Raumland,
  • Wingeshausen I
  • und Wingeshausen II.

In der Umkleide liegengeblieben...

... und im Berleburger Haus der Kirche, Schloßstraße 25, immer noch (Stand: 2. Mai 2019) abzuholen:

Beim Konfi-Cup der EKvW in Kamen

So sehen Sieger aus!

Geschichte wiederholt sich doch: Nachdem die damalige Mannschaft der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen vor zwei Jahren schon zunächst den Konfi-Cup im heimischen Kirchenkreis gewonnen hatte und dann als Wittgensteiner Vertreterin auch auf der Ebene der Evangelischen Kirche von Westfalen siegte, passierte das Ganze in diesem Jahr genauso wieder. Am Samstag fuhren vier Autos nach Kamen, wo erneut der Konfi-Cup der Westfälischen Landeskirche stattfand. Das Wittgensteiner Team aus beiden Berleburger Gemeinde-Bezirken und Girkhausen, ergänzt um eine Leihgabe aus der Lukas-Kirchengemeinde bezwang im Finale die Mannschaft aus dem Kirchenkreis Herford mit 2:1. Den dritten Platz erreichten die Konfis aus dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid durch einen 3:1-Sieg gegen Steinfurt-Coesfeld-Borken. Auf dem neunten der zwölf beteiligten Kirchenkreise landeten die Hilchenbacher aus dem benachbarten Siegerland.

Gespielt haben für Wittgenstein: Emilia Bald, Mattes Bäumner, Till Becker, Pius Birkenhauer, Tom Frank, Phillip Hansmann, Selina Hess, Franziska Meinecke, Jan-Lasse und Jannis Rother. Jochen Rother, Hannes Schneider und Finn Dickel unterstützen das Team als Trainer und Betreuer. Von vorneherein schlugen sich die Wittgensteiner hervorragend im Wettkampf: „Es gab lediglich ein Unentschieden in der Vorrunde, alle restlichen Spiele wurden mit wenigen bis keinen Gegentoren gewonnen, gleichzeitig aber mit einer hohen Führung von vier bis sechs Toren pro Spiel“, so erinnert sich Max Born, der gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Berleburger Kirchengemeinde absolviert und deshalb genau wie Pfarrerin Christine Liedtke in offizieller Mission beim Konfi-Cup mit dabei war: „Im Finalspiel war die Anstrengung der vorherigen Spiele deutlich in den Gesichtern zu erkennen, allerdings feuerten sie sich gegenseitig an und konnte so bis Ende ihre Führung verteidigen“, so der Berleburger über die heimische Mannschaft. Kurz und bündig Max Borns Fazit: „Die Stimmung war super, der Ehrgeiz auch, der Teamgeist führte zum Sieg.“

Also die Geschichte wiederholt sich - jedenfalls fast. Denn im Gegensatz zu dem Erfolg vor zwei Jahren, gibt es diesmal noch eine weitere Runde. Die war im Jahr des Reformations-Jubiläums 2017 ausgefallen. Am Mittwoch, 1. Mai, vertreten die siegreichen Konfirmandinnen und Konfirmanden dann ganz Wittgenstein und ganz Westfalen auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zum siebten Mal findet das EKD-weite Konfi-Cup-Turnier statt.

Beim Konfi-Cup der EKD n Köln

  • Bei der Eröffnung des EKD-Konfi-Cups gab es eine Andacht, bei der mitgesungen durfte und zur richtigen Zeit auch die Arme in die Luft geworfen werden konnten.
  • Eingerahmt von Pfarrerin Christine Liedtke und Konfirmanden-Vater und Trainer Jochen Rother sind hier die Spielerinnen und Spieler, die für die Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen, für Wittgenstein und für ganz Westfalen den siebten Platz beim deutschland-weiten Konfi-Cup geholt haben.
  • Die Wittgensteiner Konfis in Dunkelblau überzeugten in vielen Belangen, auch wenn sie manchmal noch deutlich kleiner waren als die anderen.
  • Pfarrerin Christine Liedtke und Trainer Jochen Rother hatten in Köln das eine oder andere Mal Grund, sich über ein Tor der Berleburger und Girkhäuser Konfi-Mannschaft zu freuen.
  • Pfarrerin Christine Liedtke hatte eines von den Konfi-Cup-Transparenten ergattert, die 2020 wegen der Jahreszahl nicht mehr offiziell zu nutzen sind: Alle aus dem Team verewigten sich mit ihrem Namen auf dem Banner.

Als die Spielerinnen und Spieler des Wittgensteiner Konfi-Cup-Teams am Mittwoch beim DFB-Pokal-Finale der Frauen im Kölner RheinEnergieStadion saßen, da erlebten sie mit, dass es den Freiburgerinnen ganz ähnlich erging wie ihnen selbst am Morgen zuvor. Auch wenn die Freiburger zunächst die bessere Mannschaft auf dem Platz war, rächte es sich schnell, wenn man zu viele eigene Chancen nicht verwertete, dann reichte schon ein Tor von den Anderen. So spielten die Wittgensteiner am Ende um Platz sieben unter den Teams aus zehn Landeskirchen. Dabei waren sie in ihrer eigenen der beiden Vorrunden-Gruppen gegen den späteren Gruppensieger zunächst locker in Führung gegangen, verpassten aber ein zweites Tor und mussten nach einem Gegentor mit einer Punkte-Teilung zufrieden sein. Die Wittgensteiner waren die einzigen, die in der Vorrunde dem späteren Final-Teilnehmer ein Unentschieden abringen konnten. Zudem hatten sie insgesamt die deutlich schwierigere Gruppe erwischt. Das wurde dadurch klar, wie locker sie im Spiel um Platz sieben die Mannschaft aus der anderen Vorrunde mit 3:1 besiegten. Den Konfi-Cup 2019 holten die Jugendlichen aus der Martin-Luther-Gemeinde Homburg-Erbach in der Pfalz, Zweite wurden die Kirchengemeinde Soonblick aus der Rheinischen Landeskirche, Dritte die Kirchengemeinde Hallwangen aus Württemberg.

Aber auch wenn es natürlich ums Gewinnen ging, so waren Platzierungen nicht alles und das Turnier hatte doch noch eine ganz andere Dimension: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch!“ - mit einem Ausrufezeichen steht diese Goldene Regel im Matthäus-Evangelium. Alle, die am 1. Mai am Konfi-Cup der Evangelischen Kirche in Deutschland teilnahmen, hatten dieses FairPlay-Bekenntnis vorher unterschrieben. Als Spielerinnen und Spieler auch die Berleburger Emilia Bald, Till Becker, Pius Birkenhauer, Tom Frank, Philipp Hansmann, Jan-Lasse und Jannis Rother, der Beddelhäuser Mattes Bäumner, die Girkhäuserin Selina Hess, Franziska Meinecke aus Schüllar und die Diedenshäuserin Theresa Womelsdorf genau wie das Betreuenden-Team mit Pfarrerin Christine Liedtke, dem Konfi-Vater und Trainer Jochen Rother, der Konfi-Oma und Fahrerin Irene Frank.

Die Mannschaften in Köln kamen aus den Landeskirchen Baden, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hannover, Hessen-Nassau, Nordkirche, Pfalz, Rheinland, Sachsen, Westfalen und Württemberg. Und alle Teams hier waren schon Sieger. Die gemeinsame Mannschaft der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen hatte sich Anfang Februar beim Wittgensteiner Konfi-Cup durchgesetzt, Ende März holte sich das Team, das sich mittlerweile aus der benachbarten Lukas-Kirchengemeinde verstärkt hatte, auch den Westfalen-Titel.

Bereits am Dienstagabend waren die Wittgensteiner nach Köln angereist. Auf dem Programm für alle Konfis aus den zehn Landeskirchen stand zunächst eine gemeinsame Rhein-Schifffahrt. Der Mai-Feiertag begann mit einer Andacht auf dem Turniergelände der Kölner Ostkampfbahn. Nach einer halben Stunde wurde es ernst, da begann das Konfi-Turnier, dem sich am späteren Nachmittag im benachbarten Müngersdorfer RheinEnergieStadion das Frauen-DFB-Pokal-Finale zwischen den Teams aus Freiburg und Wolfsburg anschloss. Dafür hatten alle Konfis und Betreuenden Karten bekommen. In der Halbzeitpause im Stadion wurden viele Pokale verteilt, an diesem Tag fanden nämlich rund ums Müngersdorfer Stadion nicht nur ein riesiges Familienfest, sondern auch noch zahlreiche Mädchen-Fußball-Turniere statt. Der Konfi-Cup-Pokal wurde leider nicht in solch einem feierlichen Rahmen vergeben, sondern ohne Mikrophon und mit wenig Plan. Organisatorisch hat die Konfi-Cup-Veranstaltung Luft nach oben, auch für die Wittgensteiner. Denn dafür, dass sie die kürzeste Anfahrt nach Köln hatten, waren leider nur sehr wenige Berleburger beim bundesweiten Konfi-Cup, den bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ verantwortet.

Mal sehen, wann die Wittgensteiner sich noch einmal für den deutschlandweiten Konfi-Cup qualifizieren können. Vielleicht sogar schon 2020? Denn wenn der Name „Konfi-Cup“ auch deutlich auf Konfirmanden hinweist, so waren die meisten Wittgensteiner diesmal doch erst Katechumenen, also Konfirmanden im ersten Lehrjahr. Sie waren durch die Bank weg jünger als die meisten Spielerinnen und Spieler der anderen Mannschaften, die meisten Wittgensteiner könnten nächstes Jahr nochmal spielen. Aber egal, wie das ausgeht, genau wie man den Freiburgerinnen nie wieder ihren famosen fußballerischen Weg ins Finale und den Gewinn eines fabelhaften zweiten Platzes unter 50 Teams nehmen kann, so kann man den Mädchen und Jungs aus den Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen sowie den beiden aus der Lukas-Kirchengemeinde nicht die Spiele auf dem Weg nach Köln und in Köln nehmen. Die bleiben - und ein siebter Platz im bundesweiten Vergleich.

Impressionen vom EKD-Konfi-Cup 2019