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03.11.2019
Von: Jens Gesper

Musik in Ton und Bild

Junge Instrumentalisten eröffneten Foto-Ausstellung in Alter Synagoge in Bad Laasphe


Manchmal wusste man gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Die beeindruckende Foto-Ausstellung „Leise Töne für die Augen“ ist noch bis Sonntag, 24. November, in der Alten Synagoge an der Laaspher Mauerstraße zu sehen.

Musik in Ton und Bild gab es jetzt in der Alten Synagoge Bad Laasphe. Bei der Eröffnung der Foto-Ausstellung „Leise Töne für die Augen“ von Richard Otten-Wagener, Osnabrücker mit verwandtschaftlichen Beziehungen nach Wittgenstein, waren nämlich nicht nur auf den rund 20 Foto-Aufnahmen Hände im Einsatz für die Musik zu sehen - es gab auch etwas zu hören.

Harald Schmidt hatte zur Ausstellungseröffnung vier Musikschüler mitgebracht: Dominik Bräuer und Lina Schneider mit ihren Violinen sowie Julia Makara und Madeleine Popov am Klavier. Die Musik bei der Veranstaltung des Christlich-Jüdischen Freundeskreises Bad Laasphe mit 60 Leuten in der proppenvollen Alten Synagoge war dabei breit gefächert: Mit dem Komponisten Anton Diabelli kam sie einerseits ganz klassisch daher, anderseits gab es aber auch Werke aus dem Repertoire der Comedian Harmonists. Die Hälfte der Berliner Boygroup aus der Weimarer Republik waren Juden, deshalb bereiteten die Nazis ihrem Erfolg und ihrer Kunst Mitte der 30er Jahre ein jähes Ende. Ihre leichte Musik setzte daher jetzt einen ganz besonderen Akzent in der Alten Synagoge.

Dennoch lohnt es auch, die beeindruckenden Fotos ganz ohne Musik anzuschauen. Das ist bis Sonntag, 24. November, in der Alten Synagoge, Mauerstraße 44, möglich. Feste Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Weitere Termine können auf Anfrage bei Rainer Becker, dem Vorsitzendem des Christlich-jüdischen Freundeskreises Bad Laasphe, unter Tel. (02752) 9314 vereinbart werden.

Hier gibt es mehr Fotos von der Austellungs-Eröffnung.