„Es wird höchste Zeit“ >
< Im Einsatz für Einsatzkräfte
04.11.2019
Von: Jens Gesper

Ganz schnell in der Gegenwart

Frauenhilfs-Bezirk lud zur Advents-Vorbereitung nach Oberndorf ein


Ins Oberndorfer Gemeindehaus hatte der Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverband eingeladen, rund 50 Zuhörerinnen waren aus Wittgenstein und Hochsauerland zur Advents-Vorbereitung ins Obere Lahntal gekommen.

„Zwei Menschen vor Synagoge erschossen, 39 Menschen tot im Container.“ Diese unerwarteten Töne waren jetzt im Oberndorfer Gemeindehaus zu hören, wohin der Wittgensteiner Frauenhilfs-Bezirksverband mit ihrer Vorsitzenden Brigitte Rothenpieler eingeladen hatte, um den Verantwortlichen aus den Frauenhilfen und -gruppen im Kirchenkreis Impulse für die anstehenden Advents-Feiern zu geben. Durch diese beiden Sätze kam bei den rund 50 Zuhörerinnen in der Advents-Vorbereitung mit einem Schlag der traurige Alltag aus unserer Welt im Hier und Jetzt an.

Die Realität wurde nicht ausgeblendet, aber die Frauen hörten an diesem Nachmittag auch, was man den genannten Taten und Ereignissen der Dunkelheit entgegensetzen kann. Der biblische Prophet Simeon hatte seinen Auftritt im Anspiel und sagte: „Schaut, wenn es draußen dunkel wird, zündet ihr dann nicht Lichter an, gerade jetzt in diesen Tagen, die ihr Adventszeit nennt?“ Der hoffnungslose Realist mit den Zahlen vom Anfang erwiderte: „Simeon, mit Kerzenlicht kannst du die Dunkelheit der Welt nicht vertreiben.“ Der Prophet erklärte daraufhin, diese Lichter stünden stellvertretend für das Licht der Hoffnung, das Gott den Menschen vor 2000 Jahren mit Jesus Christus in die Welt geschickt habe. Auch Pfarrerin Berit Nolting ermutigte ihre Zuhörerinnen, dieses erste und größte Weihnachts-Geschenk aller Zeiten wertzuschätzen - und sich im Advent nochmal klar zu machen, worauf man eigentlich wartet. Denn mit „Warten“ war die Advents-Vorbereitung überschrieben.

Hier gibt es mehr Fotos.