Gemeinsam für die Konfis >
< „Möge Gott die schwierige Arbeit im Martinswerk weiterhin segnen!“
14.06.2018
Von: Jens Gesper

WG-Wochenenden gehen weiter

Jugendarbeit der Berleburger Kirchengemeinde lädt wieder ins Christus-Haus ein


Auch wenn es bei den WG-Wochenenden der Jugendarbeit in der Berleburger Kirchengemeinde um Gemeinschaft geht, müssen dort nicht immer alle in die gleiche Richtung gucken.

Es ist soweit, die Jugendarbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg lädt wieder zum Wohngemeinschafts-Wochenende ins Christus-Haus ein: Wobei Wochenende diesmal zu kurz greift, los geht es schon am Donnerstag, 14. Juni, Abschluss ist am Sonntag, 17. Juni. Aber was ist so ein WG-Wochenende eigentlich genau? Vielleicht hilft ein Blick aufs bisher letzte weiter, das fand am September-Oktober-Wechsel-Wochenende vergangenes Jahr statt.

Damals waren es 20 Teilnehmer von zwölf bis 14 Jahren, die freitagnachmittags ins Christus-Haus einzogen, um selbstständig ein Wochenende zu verbringen. Eltern gab es keine, stattdessen fünf junge Mitarbeitende der Kirchengemeinde, die sich ein abwechslungsreiches Programm überlegt hatten: Max Born, Elina Zumrode, Veronika Weyandt, Franzi Beitzel und David Schneider, wobei der Letztgenannte auch als Koch in der Christus-Haus-Küchenzeile dafür sorgte, dass alle satt wurden. Zu den Beilagen beim Essen gehörte übrigens stets ein geistlicher Impuls. Schon während des Abendessens gab es viele nette Gespräche. Beim anschließenden Nachtgeländespiel an der Bismarcksäule ging es in einem sehr genau durchdachten Konzept um den Klimawandel, die begrenzten Öl-Vorräte und die Suche nach einem pflanzlichen Ersatz. In einer unübersichtlichen Situation mit Schwarzhändlern und Banken mussten sich die Jugendlichen überlegen, wem sie vertrauen wollten, auch wenn scheinbar alle logen: Beim Miteinander in diesem schwierigen Umfeld erkannten die jungen Leuten Zweierlei: zum einen, dass Vertrauen Sicherheit gibt, zum anderen, dass man „vertrauensvoll“ nicht mit „leichtgläubig“ verwechseln darf.

Samstagmorgen trennten sich die Wege der WG-Bewohner kurzfristig, während die Konfirmanden beim Unterricht bei Pfarrerin Christine Liedtke waren, hatten die übrigen Freizeit im Christus-Haus. Nach dem Mittagessen ging es ins Abenteuerdorf. Maike Schröder, Presbyterin der Berleburger Kirchengemeinde und Hausleitung im Abenteuerdorf, unterstützte das Mitarbeiter-Team ehrenamtlich, bei Erlebnispädagogik und Kooperationsspielen lautete auch hier das Thema „Vertrauen“. Nach einem beeindruckenden „Chili con Carne“ im Christus-Haus stand ein gemeinsames Video auf dem Programm: „Gott ist nicht tot“. In der Fortsetzung von Teil 1 beim vorhergehenden WG-Wochenende wurde nun der zweite Teil des amerikanischen Films geschaut.

Am Sonntag setzten sich die WG-Bewohner in Bad Berleburg in den Zug, um alle gemeinsam nach Köln zu fahren. Energiegeladener Höhepunkt war der Besuch im Jump House, also im Sprung-Haus. Zwei Stunden lang hüpften die Wittgensteiner auf einem Trampolin-Parcours, wo man auch beim Dodegball ins Schwitzen kommen konnte, dazu steht auf der Internet-Homepage vom Kölner Jump House: „So rasant hast Du Völkerball noch nie erlebt!“ Spät ging der Abend nach der Rückfahrt zu Ende, wie immer mit einer Andacht. Danach trafen sich wie stets nur die Mitarbeitenden nochmal zur gemeinsamen Betrachtung des Tages. Diese Treffen gehörten zur Routine genau wie die Sing-and-Pray-Runden für alle, also Einheiten des gemeinsamen Singens und Betens zwischendurch.

Zum abschließenden, schulfreien Montag gehörte dann ein Gebetsmorgen mit einzelnen Stationen, weil die Jugendlichen am Tag vorher ja nicht beim Gottesdienst waren. Für eine Gebetswand konnten die Jugendlichen Bitten und Dankesworte aufschreiben, anderswo durften sie auch ihre Ängste schriftlich festhalten und dann verbrennen. „Prayerwall“ und „Burn Your Fears“, so die modernen, englischsprachigen Begrifflichkeiten für diese einzelnen Stationen. Aber man konnte an diesem Gebetsmorgen auch ganz einfach und altmodisch Kerzen anzünden. Das sei am Ende des Wochenendes ein „sehr emotionales Erlebnis“ gewesen, so Max Born, als einer der Organisatoren. Wer noch etwas zum kommenden WG-Wochenende wissen will, wendet sich an ihn unter Tel. (0176) 32523999 oder an Franzi Beitzel unter Tel. (0178) 8837194.

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