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19.07.2016
Von: Wege zum Leben

Kirche trifft Synagoge

Jüdische und christliche Musik am 19. Juli in Fleckenberg


Die historische Ibach-Orgel der Fleckenberger Pfarrkirche wurde 1865 für die Synagoge in Aachen gebaut.

Am Dienstag, 19. Juli, sind ab 19 Uhr Paul Kayser (Orgel) und Semjon Kalinowsky (Viola) mit einem interreligiösen musikalischen Dialog zu Gast in der Pfarrkirche in Fleckenberg. Unter dem Titel „Lux Aeternum - Kirche trifft Synagoge“ präsentieren sie in Kooperation mit der Pfarrgemeinde Fleckenberg im Rahmen des Spirituellen Sommers 2016 jüdische und christliche sakrale Musik auf der Fleckenberger Ibach-Orgel, die ursprünglich in der Synagoge in Aachen stand.
Für dieses besondere Instrument hat Semjon Kalinowsky - angelehnt an die reichen Traditionen der christlichen Orgelmusik und der jüdischen Liturgie - ein einzigartiges Programm erstellt. Es schlägt eine Brücke zwischen Klassikern wie „Kol Nidrei“ von Max Bruch, „Prayer“ von Ernest Bloch und „Synagogen Melodien“ von Louis Lewandowski und den wertvollen, in Vergessenheit geratenen Werken von Friedrich Gernsheim und Albert Kellermann. „Das Konzept verbindet Tradition und Moderne und bringt damit nach fast 80 Jahren die heute in unserer Region nahezu vergessene Tradition der Synagogenmusik wieder ans Licht“ freut sich Susanne Falk vom Netzwerk „Wege zum Leben“, das den Spirituellen Sommer veranstaltet. „Auch für unsere Gäste ist dieses Konzert eine weiteres besonderes Angebot“ weiß Hubertus Schmidt, Tourismuschef im Schmallenberger Sauerland und neben dem Ev. Kirchenkreis Wittgenstein und dem Dekanat Hochsauerland-Mitte Mitinitiator der inzwischen etablierten Veranstaltungsreihe.
Die historische Ibach-Orgel der Fleckenberger Pfarrkirche wurde 1865 für die Synagoge in Aachen gebaut, wo sie ihren Dienst für die jüdische Gemeinde versah bis man sie 1905 an die Kirchengemeinde Fleckenberg verkaufte. Die Fleckenberger Orgel ist damit eine von nur zwei Synagogenorgeln in Deutschland, die der Zerstörung durch die Nazis entgangen sind. Sie stammt außerdem aus einer der wichtigsten Orgelwerkstätten der Frühromantik und ist mit ihren 25 Registern die größte und in der Substanz am besten erhaltene Ibach-Orgel in Westdeutschland.
„Semjon Kalinowsky ist es zu verdanken, dass dieses einzigartige, Menschen, Kulturen und Religionen verbindende Konzert zustande gekommen ist“ , so Frank Hanses, Mitglied des Kirchenvorstands der Pfarrei St. Antonius. „Er hat sich in jahrelanger Forschungsarbeit mit
der Geschichte der Synagogenorgeln beschäftigt und dann Kontakt zum Kirchenvorstand in Fleckenberg aufgenommen.“ Zu Beginn des Konzerts wird er einen Einblick in die Geschichte der Synagogenorgeln und in die damit verbundene große historische Bedeutung der Fleckenberger Orgel geben und in das musikalische Programm einführen.
Unterstützt wird das Konzert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (Kulturregion Sauerland), der Stadtsparkasse Schmallenberg, den Katholischen Dekanaten und Evangelischen Kirchenkreisen in Südwestfalen, dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe, dem Erzbistum Paderborn und dem Unternehmen Falke.

Information, kurz zusammengefasst:
Lux Aeternum – Kirche trifft Synagoge Paul Kayser (Orgel), Semjon Kalinowsky (Viola), am 19. Juli ab 19 Uhr St. Antonius Kirche, Schmallenberg-Fleckenberg, Latroper Straße
Eintritt: 14,50 Euro
Tickets: Gästeinformation Schmallenberg, Poststraße 7, Tel. (02972) 97400, info(at)schmallenberger-sauerland.de. Online: www.proticket.de sowie über die Hotline-Tel. (0231) 9172290 und an der Abendkasse.
Kontakt: Netzwerk „Wege zum Leben.“, Tel. (02972) 974013, info(at)wege-zum-leben.com.