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22.07.2016
Von: Jens Gesper

Lob für Abenteuerdorf-Atmosphäre

Studenten aus Münster und Siegen auf der Spur einer „Dorfentwicklung unter neuen Vorzeichen“


Mit den Informationen durch die Fachleute von vor Ort beschäftigten sich die Studierenden aus Münster und Siegen im Abenteuerdorf Wittgenstein mit der „Herausforderung ‚Integration‘ - Dorfentwicklung unter neuen Vorzeichen“.

Von einer Unterbringung „in einem rustikalen Hüttendorf im Wittgensteiner Land“ war in einem Angebot des Geographie-Instituts an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster die Rede, das sich an seine Akademiker im Master-Studiengang richtete. In Kooperation mit dem Fachbereich „Architektur/Städtebau“ der Siegener Universität, mit der Südwestfalen-Agentur GmbH und mit der Stadt Bad Berleburg trug diese sogenannte Graduate School die Überschrift „Herausforderung ‚Integration‘ - Dorfentwicklung unter neuen Vorzeichen“. Von Montag bis Freitag beschäftigten sich jetzt 21 Studierende aus Münster und Siegen in sechs Arbeitsgruppen mit diesem Thema im Abenteuerdorf Wittgenstein.

Auf dem Fundament ihres Theorie-Wissens dachten die jungen Leute ganz konkret über die Situation in Berghausen und Raumland nach. Dabei standen den Studierenden nicht nur die Professorinnen Dr. Ulrike Grabski-Kieron aus Münster und Dr. Hildegard Schröteler-von Brandt aus Siegen zur Seite, die Ortsvorsteher aus Berghausen und Raumland, Charlotte Linde-Reber und Heinz Limper, sowie Christian L‘Hiver und Kati Lückel aus dem Berleburger Rathaus hatten die dringend benötigten Basis-Informationen für alle Überlegungen. Auf dieser Grundlage konnten die Studierenden maßgeschneidert nachdenken für die Zukunft der Nachbardörfer, die sich durch gemeinsame Kirchengemeinde und Fußballverein sowieso schon nahe sind.

Natürlich ging es um das Ehrenamt, natürlich ging es um eine Willkommens-Kultur, und zwar für Facharbeiter wie für Flüchtlinge, die in aller Unterschiedlichkeit doch beide Teil der Lösung des Problems sein können und müssen, das „Demographischer Wandel“ heißt. Berleburgs Beigeordneter Volker Sonneborn und Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen-Agentur waren beim abschließenden Pressegespräch der Graduate School im Abenteuerdorf, sie werden dafür sorgen, dass mit den Ergebnissen der Studierenden weiter gearbeitet wird. Wobei sich die Professorinnen trotz der laufenden Bauarbeiten im Abenteuerdorf begeistert von der Atmosphäre an diesem ungewöhnlichen Tagungsort zeigten.