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22.07.2016
Von: Jens Gesper

Young Ambassadors in Köln und Berlin

Lebendiger Geschichts-Unterricht und facettenreiches Kultur-Programm


Natürlich gehörte auch der Reichstag in Berlin zum Besuchsprogramm der Young Ambassadors.

Wenn die Young Ambassadors in den vergangenen Tagen desöfteren nicht in Wittgenstein unterwegs waren, dann hat das damit zu tun, dass sie in ihrer Zeit in Deutschland noch mehr von dem unbekannten europäischen Land sehen wollten und sollten. Und so besuchte die deutsche-amerikanische Austauschgruppe zunächst die viertgrößte deutsche Stadt und dann später noch die größte. Nach Köln ging es für einen Ein-Tages-Besuch mit dem Bus und obwohl die Young Ambassadors ja allesamt protestantisch sind, beeindruckte sie der Dom dort schon sehr. Meghan Jewell schrieb im Internet-Blog - young-ambassadors-generation-6.blogspot.de/ - der Jungen Botschafter: Die Führung durch den Dom sei ihre Lieblings-Aktivität an diesem Tag gewesen: „The Cathedral was so beautiful, and it was just so amazing to realize how old the world really is.“ Der Dom sei so schön, und es sei für sie überraschend gewesen, zu erkennen, wie alt die Welt eigentlich ist. Die Arfelderin Laura Jüngst ließ diesen Tag auf Deutsch im Blog Revue passieren: „Auch wir Deutschen mussten feststellen, dass wir vieles Geschichtliches überhaupt nicht wussten. Somit war es für die gesamte Gruppe sehr spannend.“ In internationalen Kleingruppen waren die Young Ambassadors anschließend noch selbständig in der Rhein-Metropole unterwegs.

Für Berlin waren im Austausch-Programm vier Übernachtungen vorgesehen, in die Bundeshauptstadt ging es per Bahn. Für die allermeisten Young Ambassadors war diese Zug-Reise eine völlig neue Erfahrung, für die Amerikaner sowieso, aber auch für die Wittgensteiner. In Berlin hatten die Jugendlichen ein facettenreiches Programm. Auch hier ging es wieder viel um Geschichte, diesmal allerdings um die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Natürlich besuchten die Young Ambassadors das beeindruckende Holocaust-Mahnmal und erfuhren hier nochmal viel über die Judenverfolgung. Thema war aber auch die deutsche Teilung beim Besuch am ehemaligen Checkpoint Charlie und das DDR-System in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Allesamt berührende, bewegende Geschichtsstunden. Darüberhinaus erlebten die Teilnehmer, die alle erst geboren wurden, nachdem Deutschland schon jahrelang wiedervereinigt war, kulturell alles, was in der Bandbreite von Museumsinsel bis Blue Man Group unterzubringen war. Was die Young Ambassadors in ihrer freien Zeit machten, da gab Matt Houlette im Blog einen Einblick: „My group went to the Brandenburg Gate where Austin and I made history and threw a baseball through the gate.“ Er ging also davon aus, dass der Wurf eines Baseballs durchs das Brandenburger Tor von ihm und Austin gewiss auch für die Geschichtsbücher sei.

Dass die Neuigkeiten aus Deutschland, die gerade in Amerika ebenfalls breiten Raum in den Nachrichten einnehmen, die Eltern der amerikanischen Young Ambassadors verunsichern, das war auch den Leitern des Austauschprogramms klar und so nutzten sie den Internet-Blog am Freitagabend um halb Zehn für eine kurze Mitteilung der Beruhigung: „To all in America: Everybody is safe in Wittgenstein. We are sad about the things that happened in Munich, but Munich is far away.“ Auch wenn man traurig sei über die Dinge, die in München passiert seien, könnten die Amerikaner beruhigt, denn die Young Ambassadors seien inzwischen sicher zurück in Wittgensteiner Gastfamilien.

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