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17.06.2018
Von: Jens Gesper

Gemeinsam für die Konfis

Drei Hochsauerländer Kirchengemeinden bereiten Jugendliche zusammen vor


Wenn die drei Evangelischen Kirchengemeinden Dorlar, Gleidorf und Winterberg zusammenlegen, dann kommen sie schon auf einige Konfirmanden: Der neue Jahrgang wurde jetzt mit einem sehr schönen Gottesdienst in Eslohe begrüßt.

Sahra Sitharan (links) und Sabine Arens (rechts) gehören zu den Ehrenamtlichen, die im Konfirmandenunterricht für die drei Evangelischen Kirchengemeinden Dorlar, Gleidorf und Winterberg mitarbeiten: Hier bekommt der neue Jahrgang ein wenig Salz, als Geschenk und zum Zeichen.

Der Esloher Andreas Klinkert und der Berleburger Christian Schneider begleiteten am Sonntag Sängerin Anika Lindner beim Begrüßungsgottesdienst für die Konfirmanden der Kirchengemeinden Dorlar, Gleidorf und Winterberg in der Esloher St.-Johannis-Kirche.

Nicht einmal die in der Esloher St.-Johannis-Kirche für alle Fälle gestapelten Stühle reichten am Sonntag, nachdem die Kirchenbänke besetzt waren. Zusätzlich mussten aus dem Gemeinderaum weitere Klappstühle geholt werden, damit alle 120 Gottesdienst-Besucher einen Sitzplatz hatten. An diesem Morgen kamen die Menschen nämlich nicht nur aus der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar, sondern auch aus der Gleidorfer und Winterberger Kirchengemeinde. Alle drei zusammen bilden die Hochsauerland-Region im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein. Zum ersten Mal werden von nun an all ihre Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam unterrichtet. Die Pfarrer Ursel Groß aus Grafschaft und Jürgen Rademacher aus Eslohe bereiten beim Konfirmanden-Unterricht mit der aus Winterberg stammenden Yvonne Thomas, Mitarbeiterin im Kirchenkreis-Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, und etlichen engagierten Ehrenamtlichen aus der Hochsauerländer Jugendarbeit die 30 jungen Leute auf ihre Konfirmation in 2019 vor. Mit dem Gottesdienst jetzt wurde der neue Konfirmanden-Jahrgang fröhlich begrüßt.

Passend dazu spielte an diesem Morgen nicht die Orgel. Für die Musik sorgten stattdessen der Esloher Andreas Klinkert und der Berleburger Christian Schneider, die mit ihren Gitarren Sängerin Anika Lindner, ebenfalls aus Bad Berleburg, begleiteten. Rockig ging es los mit dem Lied „God‘s Not Dead“. Unter diesem Leitmotiv, dass Gott nicht tot ist, beschäftigen sich die Konfis von nun an bei monatlichen Konfi-Samstagen mit unterschiedlichsten Themen von A wie „Abendmahl“ bis Z wie „Zehn Gebote“. Hinzu kommt ein viertägiges Konfi-Camp in Windeck-Rosbach, wo es besonders um die Bibel und Jesus geht. Im Wechsel zwischen Eslohe und Schmallenberg werden die Möglichkeiten vor Ort genutzt. So sucht man beim Thema „Diakonie“ die Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim „Störmanns Hof“. Die Winterberger müssen immer fahren, aber bei zwei Gelegenheiten haben sie wenigstens den kürzesten Weg: Der Kennenlern-Tag im Juli und die Konfirmanden-Übernachtung zur Vorbereitung des Vorstellungsgottesdienstes im März finden beide im Abenteuerdorf des Wittgensteiner Kirchenkreises in Wemlighausen statt.

Beim Begrüßungsgottesdienst, in dem Jürgen Rademacher für die Liturgie und Ursel Groß für die Predigt zuständig war, sollte den Jugendlichen ein zentraler Gedanke mit auf den Weg durch dieses eine Jahr - und hoffentlich auch darüber hinaus - gegeben werden: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Aus diesem Grund bekamen alle neuen Konfis als Willkommensgeschenk ein Glasfläschchen, das von jungen Ehrenamtlichen auf dem Altar mit Salz gefüllt wurde. Nach vielen eingängigen Liedern, die die Gemeinde mit dem Musik-Trio sang, endete dieser etwas andere Gottesdienst mit Adeles „Set Fire to the Rain“, mit dem Anika Lindner und die beiden Gitarristen den Schlusspunkt setzten. Für den Gottesdienst. Denn viele der Besucher blieben anschließend, um bei Kaffee und bei Kuchen nach einem schwedischen Rezept vor der Kirche noch ins Gespräch zu kommen.

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