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02.09.2018
Von: Jens Gesper

„Wir alle können einiges tun!“

Diakoniegottesdienst für Dorlar und Gleidorf beschäftigt sich mit Demographischem Wandel


Ursel Groß, Karin Paetsch, Simone Conrad, Christiane Lunau, Elena Agalakov und Brigitte Stooff (von links) hatten den Diakoniegottesdienst zum Thema „Demographischer Wandel“ vorbereitet, der jetzt in der Schmallenberger Christuskirche stattfand.

Dass es zwischen Sauerländern und Wittgensteinern hie und da Unterschiede gibt, das merken die Evangelischen hüben wie drüben vom Rothaarkamm desöfteren - auch wenn sie alle zu ein und demselben Kirchenkreis gehören. Beim Gottesdienst am Sonntag in der Christuskirche merkten sie aber auch ausdrücklich, wie viel Verbindendes es gibt: Zum einen natürlich der Glaube selbst, zum anderen jedoch ebenfalls ein großes Problem der Gegenwart. „Was wird sein, wenn... - Altwerden vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ - so lautete das Thema des Diakoniegottesdienstes der beiden Nachbar-Kirchengemeinden Dorlar und Gleidorf. Zu ihnen gehören Evangelische aus Eslohe und Schmallenberg, gemeinsam sind sie Teil des Wittgensteiner Kirchenkreises. Deshalb war auch dessen Diakoniepfarrerin Simone Conrad, die in Wingeshausen ganz dicht an der Grenze wohnt, beim Gottesdienst in Schmallenberg dabei.

Im Team hatte sie mit der Gleidorfer Gemeindepfarrerin Ursel Groß sowie den Presbyterinnen Elena Agalakov und Karin Paetsch, der Diakonischen Gemeindemitarbeiterin Christiane Lunau und Brigitte Stooff aus der Dorlarer Kirchengemeinde den Diakoniegottesdienst vorbereitet, in dem allein das Musik-Machen Männersache war: Frank Hanses begleitete nicht nur den Gemeinde-Gesang im Gottesdienst, sondern bot auch das eine um das andere Mal mit Instrumentalstücken den Gästen die Möglichkeit, dem Gehörten in den eigenen Gedanken nachzugehen.

Auf den Punkt genau wurde zunächst mal in wenigen Sätzen das Phänomen „Demographischer Wandel“ erläutert. Mit Lesungen, Gebeten, einem nachdenklichen Text und einem ebensolchen Anspiel nahm das Team dem Thema in einer beeindruckenden Mannschafts-Leistung auf. Und für die Predigt selbst brauchte es diesmal keine Pfarrerin, die hielt nämlich Presbyterin Elena Agalakov. Bei allen Befindlichkeiten, dem einen oder anderen zusätzlichen Zipperlein erinnerte sie hier an eine tröstliche Erkenntnis: „Mit diesem Gott ist alt werden nicht eine Qual, sondern etwas Besonderes. Warum tut er das? Weil er uns auch im Alter mehr liebt, als wir uns vorstellen können.“

Diese Gewissheit ist für jeden selbst ermutigend, aber der Gottesdienst machte noch zu viel mehr Mut - und zwar nicht nur in der Predigt. An anderer Stelle gab es Tipps, wie jede und jeder Einzelne die Möglichkeit habe, dem demographischen Wandel im direkten Umfeld ein Schnippchen zu schlagen: „Augen und Ohren offenhalten: Wo wird Hilfe gebraucht? Wir können Hinweise geben auf Angebote bei Beratungsstellen. Wir können nachbarschaftliche Kontakte pflegen und füreinander da sein. Das Gespräch über den Gartenzaun ist oft mehr wert als vieles andere. Wir alle können einiges tun!“

Eine anspornende Frohe Botschaft bei einem gemeinschaftlich getragenen Gottesdienst, der mit einem gemütlichen Kirch-Kaffee im Katharina-Zell-Haus unterhalb der Evangelischen Kirche Schmallenberg passend endete.

Hier gibt es den kompletten Gottesdienst-Ablauf,
hier gibt es mehr Fotos.