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27.01.2019
Von: Jens Gesper

Mit viel Musik Danke gesagt

In der Berghäuser Kirche wurden Angelika Klett und das Ehepaar Baum verabschiedet


Viele Menschen gestalteten den Berghäuser Verabschiedungs-Gottesdienst für Angelika Klett (Vierte von links) und das Ehepaar Baum (Vierte und Dritter von rechts) mit. Die Predigt hielt Prädikantin Traudel Stremmel (Zweite von rechts), den Dank der Evangelischen Kirchengemeinde Raumland sprach Pfarrerin Berit Nolting (Dritte von links) aus.

Knapp 100 Gäste besuchten am Sonntag den Gottesdienst in der Berghäuser Kirche. An diesem Morgen wurden drei Menschen aus ihrem Dienst für die Evangelische Kirchengemeinde Raumland verabschiedet: zum einen die langjährige Berghäuser Küsterin Angelika Klett, zum anderen das Ehepaar Dr. Liesel und Dr. Rüdiger Baum, neben- und auch ehrenamtliche Mitarbeitende der Kirchengemeinde in vielen Facetten vom Organisten bis zur Presbyterin. Den Gottesdienst hielt Prädikantin Traudel Stremmel, im Text der Laienpredigerin ging es um die Verklärung Jesu im Matthäus-Evangelium: Die drei Jünger Jakobus, Johannes und Petrus werden von Jesus mit auf eine Bergwanderung genommen, bei der sie den Himmel ganz nah erleben. Ganz persönlich sprach Traudel Stremmel die zu Verabschiedenden an: „Wenn Ihr, Rüdiger und Liesel, nun unsere Gemeinde verlasst, so hoffe ich, dass Ihr viele Sternstunden auf den Gipfeln eures Lebens als Erinnerung mitnehmt und zuversichtlich Euren neuen Weg geht, sei er steinig oder glatt, in der Gewissheit, dass Ihr nicht allein seid und dass Ihr auch in Eurer neuen Gemeinde das himmlische Licht glänzen lassen könnt. Und wenn Du, Angelika, nun nach Jahrzehnten zwar nicht unsere Gemeinde, aber doch die Küsterstelle in ihr verlässt und in den verdienten Ruhestand gehst, so hoffe ich, dass auch Du von vielen Sternstunden des Erlebens zehren kannst und dass Du immer um die Begleitung auf Deinem Weg weißt.“ Die komplette Predigt steht auf der Wittgensteiner Kirchenkreis-Homepage.

Im Namen der Kirchengemeinde war es dann an Pfarrerin Berit Nolting die Arbeit der zu Verabschiedenden zu würdigen, für Angelika Klett mit beeindruckenden Zahlen: „23 Jahre Küsterin, ich habe mal überschlagen, das werden circa 1000 Gottesdienste gewesen sein, ich tippe mal auf 120 Taufen und vielleicht 50 Trauungen. Und bei 345 Beerdigungen haben Sie vielleicht geläutet. Sie haben sozusagen ein Stück Dorfgeschichte auf Ihre Art mitgeschrieben. Überhaupt haben Sie in den 23 Jahren diese Kirche zu Ihrer Kirche gemacht.“ Beim Ehepaar Baum waren es ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, die Berit Nolting ansprach: „Rüdiger, Du warst nebenamtlich in unserer Gemeinde tätig, so manches Mal an der Orgel. Ihr Zwei habt zusammen den Kirchenchor hier in Berghausen gegründet und zum Teil geleitet. Ihr habt den Gemeindebrief ‚Die Brücke‘ verteilt, wart Sammler für Diakonie und Diakonischen Gemeindemitarbeiterinnen. Rüdiger, Du hast an vielen Orten Klavier gespielt, den Vorsitz im Förderverein übernommen. Und Liesel, neben dem Chor warst Du Presbyterin. Du warst sogar im Kirchenkreis ehrenamtlich tätig, im Kreissynodalvorstand und in Ausschüssen. Hier in Berghausen hast Du Jungschar gemacht, bist dann in die Leitung der Frauenhilfe gewechselt und warst viel zu Fuß und mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs.“

Einen ausdrücklichen musikalischen Dank an die Drei hatte an diesem Morgen auch noch Organist Christoph Klein vorbereitet. Die Musik spielte in diesem Gottesdienst ohnehin eine wichtige Rolle: Fünf Stücke waren an der Liedertafel angeschlagen, darüberhinaus gab es noch ein Blatt mit einem sechsten Lied - und immer wurden alle Strophen gesungen. Zur Freude aller zu Verabschiedenden. Nach dem Gottesdienst blieben noch viele Besucher zum Kaffee in der Berghäuser Kirche.

Hier gibt es die Predigt von Prädikantin Traudel Stremmel,
hier gibt es die Dankesworte von Pfarrerin Berit Nolting,
hier gibt es mehr Fotos.