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20.03.2019
Von: Jens Gesper

38 Mitglieder bei der Gründung

Förderverein will nun „Zukunft Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen“ sichern


Tanja Baldus, Christof Hackler, Klaus Aderhold, Sabine Bollhorst, Heinrich Sonneborn und Jörg Linde (von links) wurden bei der Gründungsversammlung des Fördervereins „Zukunft Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen“ in den ersten Vorstand gewählt.

Bis auf die Medienvertreter trugen sich alle Besucher in die Mitgliederliste des zu gründenden Fördervereins „Zukunft Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen“ ein.

Gemütlich blieb man nach der Gründungsversammlung des Fördervereins „Zukunft Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen“ noch in der Kirche.

Wie in vielen anderen Orten stellt in Zeiten des demographischen Wandels und sinkender Gemeindegliederzahlen der Gebäudebestand auch die Evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg vor Probleme. Seit mittlerweile knapp zwei Jahren macht man sich deshalb Gedanken über die Odebornskirche in Wemlighausen sowie das benachbarte kombinierte Pfarr-/Gemeindehaus, in dem schon lange kein Pfarrer mehr wohnt. In zahlreichen Stunden dachten viele Menschen in verschiedensten Runden und Formaten über die Gebäude nach. Das Ergebnis: Allein die Odebornskirche ist zu halten - und auch das nur, wenn man sich auf neue Wege begibt. Während es zwischendurch beim gemeinsamen Nachdenken auch mal knirschte und hakte, war die Gründung des Fördervereins „Zukunft Odebornskirche Schüllar-Wemlighausen“ jetzt eine sehr harmonische Veranstaltung, getragen von zupackendem Engagement und optimistischem Gottvertrauen.

Gleich zu Beginn stellte Pfarrerin Christine Liedtke unter der Überschrift des 127. Psalms „An Gottes Segen ist alles gelegen“ die Dinge, die an diesem Abend geschehen sollten, in die für Christen ausschlaggebende Relation: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Trotz vieler Aufgaben, die zu erledigen waren, schafften es die beiden Pfarrerinnen und die Presbyter aus dem Gemeindebezirk Schüllar-Wemlighausen alle notwendigen Schritte in den vier Wochen seit der jüngsten Gemeindeversammlung zu unternehmen: Kurz vor der Veranstaltung war sogar Michael Fries von der Landeskirche in Wemlighausen zu Gast, um sich das 1907 eröffnete Gotteshaus genauer anzuschauen. Ein „bemerkenswertes Kleinod“, habe der Mann vom Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen gesagt, teilte Christine Liedtke der Versammlung mit.

Wegen der guten Vorarbeit gab es am Abend schon eine vorbereitete Satzung für den zu gründenden Förderverein „Zukunft Odebornskirche“. Christine Liedtke las die einzelnen Paragraphen vor, die gleichzeitig an die Leinwand geworfen wurden und alle Besucher in ausgedruckter Version vor Augen hatten. Claudia Latzel-Binder stellte diese zur Diskussion. Nur wenige, kleine Änderungen waren nötig und die grundsätzliche Entscheidung, ab wann man Mitglied werden darf: ab dem 16. Lebensjahr wie oft üblich oder schon ab 14, analog zur uneingeschränkten Religionsmündigkeit in Deutschland. Klar entschied man sich in der zunächst noch eigentlich unverbindlichen Versammlung für die zweite Lösung, die ungefähr mit dem Konfirmations-Datum zusammenfällt.

Danach gab es für die Anwesenden die Möglichkeit, sich auf den ebenfalls vorbereiteten Listen einzutragen, wenn man Mitglied in dem zu gründenden Förderverein werden wollte. Und bis auf die Medienvertreter nutzten alle Anwesenden eben diese Chance. So gab es 38 Gründungsmitglieder, die die Satzung mit ihren zuvor besprochenen Änderungen einstimmig beschlossen. Die übrigen Entscheidungen wurden allesamt genauso einmütig gefällt. Dabei ging es um den jährlichen Mitgliedsbeitrag, der auf zwölf Euro im Jahr festgesetzt wurde, und vor allem um den Vorstand des neugegründeten Vereins: Klaus Aderhold ist der Vorsitzende, Christof Hackler sein Stellvertreter, Jörg Linde Schriftführer, Sabine Bollhorst Kassenwartin. Außerdem bestimmte die Versammlung mit Tanja Baldus und Heinrich Sonneborn zwei Beisitzende. Danach war für diesen Tag die Arbeit getan, so konnte in der Odebornskirche an diesem Abend mit Sekt angestoßen werden. Aber die wirkliche Arbeit kommt nun natürlich erst, deshalb ist es gut, dass gleich am darauffolgenden Tag der Vorstand satzungsgemäß komplettiert wurde. Das Presbyterium entsandte aus seinen Reihen die noch fehlenden beiden Besitzenden: Margot Dörnbach und Horst Lübke.

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