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08.02.2020
Von: Jens Gesper

Manfred Dinger verstorben

Früherer Laaspher Pfarrer wird am 14. Februar in der Lahnstadt beigesetzt


Dankbar freute sich der 88-jährige Manfred Dinger (Zweiter von rechts) im Oktober 2018 darüber, dass nach dem Gottesdienst, in dem er eine Urkunde zu seinem 50. Ordinations-Jubiläum erhielt, so viele Menschen zum Kirchkaffee blieben.

„Pfarrer Dinger zeichnete sich aus durch einen feinen Humor und eine große Offenheit gegenüber den Menschen, denen er in seinem Dienst begegnete.“ So steht es im Nachruf für Manfred Dinger, der von Anfang 1974 bis Oktober 1992 einer der evangelischen Laaspher Pfarrer war und am Samstag im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Als Manfred Dinger im Oktober 2018 bei einem Gottesdienst in der Stadtkirche eine Urkunde zum 50. Jahrestag seiner Ordination, seiner Aufnahme in die Dienstgemeinschaft der Pfarrer mit allen Rechten und Pflichten, bekam, konnte die Gemeinde staunend hören, auf welchen Arbeitsfeldern er sich in seinem Dienst engagiert hatte, seine Anstöße für die Gemeindearbeit waren vielfältig: Abende für Kurgäste, Begegnung mit ausländischen Mitbürgern, kirchliche Kontakte in der Städtepartnerschaft mit Tamworth, Arbeitskreis „Solidarische Kirche Wittgenstein“, Missionarischer Gemeindeaufbau, geistliche Musiken in der Stadtkirche, Friedenswochen, Hauskreis-, Weltladen- und Posaunenchor-Arbeit, Gemeindefeste, Kontakte zur anhaltinischen Landeskirche in der DDR. Dazu kam im Ruhestand die Mitarbeit im Christlich-Jüdischen Freundeskreis und bei der Offenen Kirche Bad Laasphe.

Manfred Dinger hatte zunächst eine kaufmännische Lehre absolviert und fünf Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet, bevor er eine neue Ausbildung an der Evangelisten-Schule Johanneum begann. Von 1956 bis 1959 war er in Wuppertal, dann wurde er CVJM-Untersekretär in Unterbarmen, später Gemeindehelfer in Vohwinkel, 1963 bis 1968 arbeitete er in Gütersloh. Nach einer berufs-begleitenden Aufbau-Ausbildung zum Pastor wurde er 1968 als Pfarrer ordiniert, sechs Jahre lang arbeitete er in dem Beruf in Hagen-Kabel bevor er dann nach Wittgenstein kam - und blieb. Neben seiner Arbeit in der Kirchengemeinde war Manfred Dinger auch auf Kirchenkreis-Ebene engagiert: als stellvertretendes Mitglied im Kreissynodalvorstand. Seine Themen im Kirchenkreis waren die Kindergarten- und die Kurort-Arbeit, außerdem hatte er die Synodalbeauftragung für Fragen des Islam inne.

„In tiefer Dankbarkeit“, so schließt der gemeinsame Nachruf, befehle man Manfred Dinger der Treue und Barmherzigkeit Gottes an. Die Beisetzung findet am Freitag, 14. Februar, ab 14 Uhr auf dem Laaspher Friedhof statt.