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01.07.2015
Von: Jens Gesper

Wechsel in Winterberg

Kleine-offene-Tür-Einrichtung verabschiedete nach mehr als drei Jahren Bernd Wessel


Die Schlüssel für die Kleine Offene Tür im Evangelischen Gemeindehaus Winterberg wechseln die Nutzer: Pfarrer Matthias Gleibe freut sich, dass Bernd Wessel den Bund weitergibt an Yvonne Thomas und Carolin Bem (von links).

„So geh‘ nun Deinen neuen Weg ohne den Geist der Furcht, aber immer mit Gottes Segen“, bewegt verabschiedete jetzt Liane Scheefer als Jugendpresbyterin der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg Bernd Wessel. Der 26-jährige Raumländer war der Mann der ersten Stunde in der Winterberger Kleinen-offenen-Tür-Einrichtung (K.o.T), die es seit April 2012 im Evangelischen Gemeindehaus gibt. Liane Scheefer ging in ihrem Rückblick auf den mutigen und ehrgeizigen Schritt der Kirchengemeinde ein, überhaupt eine Kleine-offene-Einrichtung zu schaffen und auf das gemeinsame Nachdenken mit dem Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis Wittgenstein, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Winterberg gehört.

Dabei habe Thomas Lindner, Pädagogischer Leiter des Kompetenzzentrums, seine Lösung vorgestellt, wie die Presbyterin weiter ausführte: „Er meinte, er hätte genau den richtigen Mitarbeiter für unsere K.o.T., nämlich: Bernd Wessel. Ich kannte Bernd schon von einigen Jugendbibelwochen und Konfi-Freizeiten und dachte gleich: Ja! Das passt! Und so kann ich auch heute wieder sagen: Ja, es hat gepasst. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen und den Vertretern des Jugendparlaments von Winterberg habt Ihr die K.o.T. gestaltet und eingerichtet. Dieser Raum mitten in Winterberg wurde gut angenommen. Es gab im Laufe der Zeit verschiedene Aktionen, von denen mir die superkreative Graffiti-Sprayer-Aktion am besten gefallen hat.“ Und Liane Scheefer wusste, was das Geheimnis von Bernd Wessels Erfolg war: „Ich glaube, Deine ruhige und gelassene Art, etwas zu planen und dann in Angriff zu nehmen, kommt einfach bei allen gut an. Deshalb möchten wir uns auch für diese gute Zeit mit Dir besonders bedanken.“ Berufsbegleitend hat der Erzieher für eine theologische Zusatzqualifikation an der CVJM-Hochschule Kassel studiert. Damit will er sich nun auf die Suche nach einer Vollzeit-Stelle machen. Deshalb endete mit dem Juni seine Arbeit in Winterberg.

Aber keine Panik in Winterberg: Die Kleine offene Tür im Evangelischen Gemeindehaus, Am Alten Garten 4, gibt es natürlich weiterhin. Bis Ende September übernehmen zunächst Carolin Bem vom Kompetenzzentrum im Wittgensteiner Kirchenkreis und Yvonne Thomas die Arbeit dort. Sozialpädagogin Carolin Bem ist seit einem knappen Jahr in der kommunal-kirchlichen offenen Jugendarbeit in Erndtebrück dabei, die Winterbergerin Yvonne Thomas kennen viele Jugendliche vom angesprochenen Graffiti-Workshop im vergangenen Sommer. Ab Juli sind die Frauen für die K.o.T. zuständig. Die Öffnungszeiten bleiben montags und mittwochs jeweils von 16 bis 20 Uhr die gleichen, freitags ist die Kleine Offene Tür künftig eine Stunde länger auf, also von 16 bis 21 Uhr. Vom 13. bis 24. Juli ist die K.o.T. allerdings wegen Urlaubs komplett geschlossen.

Einen konkreten Nachfolger oder eine konkrete Nachfolgerin für Bernd Wessel gibt es ab Oktober, im Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit liegen bereits Bewerbungen vor.