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10.07.2015
Von: Jens Gesper

Spatenstich für Gemeindehaus-Anbau in Elsoff

Richtfest im Oktober angepeilt, Eröffnung im Herbst 2016


Viele Leute auf einem Foto für einen offiziellen Spatenstich zum Umbau des Elsoffer Gemeindehauses – genau das macht deutlich, dass heute viele Akteure zusammenarbeiten müssen, wenn es auf dem Land mal nicht um Rückbau, sondern um Anbau geht.

Nach dem offiziellen Spatenstich für den Anbau ans Lukas-Gemeindehaus in Elsoff am Freitagnachmittag kamen bereits am Samstagmorgen auf der Baustelle neben der Kirche die Ehrenamtlichen zum Einsatz.

Bei strahlendem Sonnenschein und unglaublich blauem Himmel trafen sich jetzt viele Leute zu einem offiziellen Spatenstich in Elsoff. Während heute das generelle Leitmotiv für das Lied vom Leben auf dem Land der Rückbau zu sein scheint, wird in der Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal ans Gemeindehaus angebaut. Und das funktioniert nur, weil es eben viele Schultern sind, die dieses konkrete Bauvorhaben im Regionale-Projekt „Meine Heimat 2020“ gemeinsam tragen. Neben Pfarrer Dr. Ralf Kötter sowie den beiden Lukas-Kirchmeistern Kurt Grauel und Hubertus Kroh war auch Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann vor Ort. Und der Alertshäuser Ortsvorsteher Georg Freitag, stellvertretend für seine Amtskollegen aus Beddelhausen, Christianseck, Diedenshausen, Elsoff, Schwarzenau und Wunderthausen, die über die Grenzen der Lukas-Kirchengemeinde alle sieben zur Eder-Elsoff-Initiative gehören. Und Architekt Udo Weber sowie die Handwerker Hans-Werner Marburger und Dominik Rudzinski, allesamt örtliche Kräfte, auch das ein deutliches Zeichen.

Das Elsoffer Gemeindehaus hat bisher 360 Quadratmeter und wird durch den Anbau um 177 Quadratmeter Nutzfläche erweitert. Im Untergeschoss entsteht ein Mehrzweckraum, der etwa auch sportlich genutzt werden kann. Im Obergeschoss wird der Gemeindesaal vergrößert, die bisherige Außenwand fällt. Da für unterschiedlichste Gruppengrößen passende Möglichkeiten geschaffen werden, stehen den Nutzern künftig sieben Räume zur Verfügung. Das Richtfest wird für Oktober 2015 angepeilt, die Eröffnung des neuen, an- und umgebauten Gemeindehauses für Herbst 2016.

Die Kosten betragen Pi mal Daumen 360 000 Euro: 70 Prozent davon werden durch die Städtebauförderung beglichen, zehn Prozent von der Kommune Bad Berleburg, die dafür ein 20-jähriges Nießbrauchrecht für das Gebäude erhält, 15 Prozent vom Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein und der Rest von der Kirchengemeinde. Wobei es schon Spenden gegeben hat und auch der ehrenamtliche Einsatz, der nun erst einmal nötig ist, Lukas angerechnet wird. Auf welchen Grundüberzeugungen diese Zusammenarbeit fußt, ordneten sowohl Bürgermeister als auch Pfarrer ein. Bernd Fuhrmann sagte, es gehe nicht darum, gegen den demographischen Wandel anzukämpfen, sondern damit umzugehen. Ralf Kötter ist sicher, dass der von der Lukas-Gemeinde eingeschlagene Weg deutlich macht, dass die Kirche für die Menschen da ist.