Kirchenkreis-Jubiläum I

  • Das Schüsselchen in Monika Benfers Hand ist nur symbolisch gemeint. Als Mitglied des Gemeindepädagogischen Kirchenkreis-Ausschusses hofft sie, dass die Kartoffelsalat-Schüsseln aus den unterschiedlichen Kirchengemeinden und Arbeitsbereichen fürs Kirchenkreis-Jubiläum Ende Mai größer sind, damit alle satt werden beim Grillen nach dem Gottesdienst.
  • Jörn Dickel gehört zum Organisations-Team für das große Treffen aus Anlass des 25-jährigen Bestehens vom Young-Ambassador-Austauschprogramm mit der United Church of Christ in Indiana und Kentucky und bekam deshalb bei der Sondersynode eine der Papier-Tüten. Mal sehen, ob die Amerikaner ihr Puzzlestück allein gestalten oder gemeinsam mit den deutschen Young Ambassadors.

Der Kirchenkreis feiert dieses Jahr mit seinen Gemeinden in Wittgenstein und Hochsauerland sein 200-jähriges Bestehen. Aus dem Anlass gibt es Ende Mai ein Festwochenende mit sehr unterschiedlichen Programm-Bestandteilen. Am Freitag, 25. Mai, öffnet im Abenteuerdorf in Wemlighausen um 18 Uhr eine Ausstellung zu „200 Jahren Kirchenkreis“, ab 19 Uhr blickt Dr. Johannes Burkardt in seinem Vortrag „Zukunft braucht Erinnerung - Geschichte und Prägung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein" auf die Zeit seit 1818 zurück. Der Berleburger ist Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs NRW in Detmold und betreut darüberhinaus ehrenamtlich das Archiv des Wittgensteiner Kirchenkreises.

Am Samstag, 26. Mai, gibt es im Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg ab 17.30 Uhr Kabarett vom wunderbaren Duo Camillo, ab 21 Uhr unter der Überschrift „Sax Meets Percussion“ an gleicher Stelle, möglicherweise für ein etwas anderes Publikum, eine Party mit DJ. Die Überschrift bedeutet, dass sich hier Saxophon und Trommeln zum Musik-Machen treffen, bei der Abkürzung hilft Wikipedia weiter: „Als DJ [ˈdiːdʒeɪ] (englisch disc jockey) wird eine Person bezeichnet, die auf Tonträgern gespeicherte Musik in einer individuellen Auswahl vor Publikum abspielt.“ Wie das alles zusammenpasst, kann jeder Interessierte miterleben: Nach Ostern werden Eintrittskarten verkauft.

Bleibt schließlich der Festgottesdienst zum Abschluss des Wochenendes. Der beginnt am Sonntag, 27. Mai, um 17 Uhr im Abenteuerdorf Wittgenstein. Und auch wenn der Gemeindepädagogische und der Theologische Ausschuss des Kirchenkreises mit Superintendent Stefan Berk schon Mühe in die Vorbereitung des Wochenendes gesteckt haben, so sind für diesen speziellen Tag ausdrücklich nochmal alle Kirchengemeinden sowie Arbeitsbereiche und Partner zur Mitarbeit angefragt. Vertreter der 15 Kirchenkreis-Gemeinden in Wittgenstein und Hochsauerland, der Arbeitsbereiche von Diakonie über Klinikseelsorge bis Jugendarbeit sowie die Kirchenkreis-Verwaltung erhielten jetzt allesamt bei der Sondersynode des Kirchenkreises im Abenteuerdorf eine Papiertüte mit einem ungefähr 30 mal 40 Zentimeter großen Puzzleteil und einem kleinen weiße Schälchen.

Das Puzzleteil soll in den Kirchengemeinden und Arbeitsbereichen individuell gestaltet werden, um es dann beim Festgottesdienst im Abenteuerdorf im großen Ganzen zusammenzubauen und aufzuhängen. Das kleine weiße Schälchen ist symbolisch zu verstehen, es ist die Aufforderung an die Papiertüten-Adressaten eine möglichst große Schüssel mit Kartoffelsalat zum Gottesdienst nach Wemlighausen mitzubringen. Damit alle herausfinden können, wie unterschiedlich Eslohe, Winterberg oder auch Hesselbach schmecken. Denn nach dem Gottesdienst wird zum Abschluss des Festwochenendes im Abenteuerdorf noch gemeinsam gegrillt.

Leider gibt es an diesem Tag wahrscheinlich weder Kartoffelsalat aus Ngerengere noch aus Indiana und Kentucky, aber auch die Partner in Tansania und in den USA bekommen jeweils ein Puzzleteil. Dieses wird von den Afrikanern beim Wittgensteiner Delegations-Besuch in Ngerengere im Frühsommer und beim großen Treffen zum 25-jährigen Bestehen des Young-Ambassador-Austauschprogramms im Spätsommer von den Amerikanern gestaltet. Anschließend puzzlen sich auch diese Teile in das große Gesamtwerk im Abenteuerdorf ein: In ein großes facettenreiches Bild, das vielleicht scheinbar nicht immer zusammenpasst, aber am Ende zusammengehalten wird, weil jemand die Ein- und Ausbuchtungen der Puzzleteile in jedem Fall anschlussfähig ausgesägt hat.